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Am Jahrestag eines Massakers während der Studentenproteste von 1968 haben sich Demonstranten und die Polizei am Mittwochabend (Ortszeit) in Mexiko-Stadt schwere Auseinandersetzungen geliefert. Es gab über 50 Verletzte und gegen 100 Festnahmen.

Vermummte schleuderten Steine und Brandsätze auf die Beamten; die Sicherheitskräfte feuerten Tränengas in die Menge. Nach Angaben von Reportern wurden auch Gummigeschosse eingesetzt.

Bei den Krawallen seien 97 Verdächtige festgenommen worden, sagte der Regierungssekretär des Hauptstadtdistrikts, Héctor Serrano, am Donnerstag im Radiosender MVS. Rund 200 Anhänger anarchistischer Gruppierungen seien für die Auseinandersetzungen verantwortlich. "Sie hatten das klare Ziel, Gewalt zu provozieren."

Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden bei den Zusammenstössen mindestens 51 Menschen verletzt. Darunter seien 32 Polizisten, sagte Serrano. Der Journalistenverband Articulo 19 teilte mit, auch Reporter seien zwischen die Fronten geraten und verletzt worden.

Die zum grossen Teil friedlichen Demonstranten erinnerten mit ihrem Marsch durch das Zentrum der mexikanischen Hauptstadt an das sogenannte Massaker des Platzes der drei Kulturen am 2. Oktober 1968. Damals waren die Sicherheitskräfte mit äusserster Gewalt gegen protestierende Studenten vorgegangen. Dabei kamen nach offiziellen Angaben 37 Menschen ums Leben. Menschenrechtsorganisationen sprechen sogar von rund 300 Todesopfern.

SDA-ATS