Navigation

Kriminelle in Peru wegen Handel mit menschlichem Fett festgenommen

Dieser Inhalt wurde am 20. November 2009 - 11:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Lima - In Peru sind vier Personen festgenommen worden, die mit menschlichem Körperfett und Gewebe für die Kosmetikbranche gehandelt haben sollen. Der Handel könnte das Verschwinden dutzender Menschen in dem südamerikanischen Land erklären helfen.
Im Zuge der Ermittlungen werde nach sieben weiteren Verdächtigen gefahndet, sagte Staatsanwalt Jorge Sans Quiroz. Das Fett wurde seinen Angaben zufolge aufgekauft, um dann an europäische Kosmetik-Labore weiterverkauft zu werden.
Den Justiz- und Ermittlungsbehörden zufolge sollen Kriminelle Bauern oder Reisende in entlegenen Andenregionen überfallen, getötet und ihre Leichname dann zerstückelt haben. Ein zum Zweck des Fetthandels geplanter Mord wurde den Ermittlern zufolge Mitte September bereits gestanden.
Die genaue Zahl der Opfer war zunächst nicht bekannt. "Nach der Menge des verkauften Fetts müssen es viele Opfer gewesen sein", sagte der leitende Polizeigeneral Eusebio Félix Murga. Nach peruanischen Presseberichten vom Freitag gestanden die Festgenommenen die Ermordung von wenigstens fünf Menschen.
Der mutmassliche Fetthändler-Ring könnte zudem in Zusammenhang mit dem Verschwinden von rund 60 Menschen in den Andengebieten von Pasco und Huánuco im Zentrum des Landes stehen. Allerdings handelt es sich hierbei vorerst nur um einen Verdacht.
Die Ermittler hatten die ersten Verdächtigen festgenommen, nachdem Anfang November ein aus Huánuco stammendes Behältnis mit menschlichem Fett entdeckt worden war.
Die Bande kassierte 15'000 Dollar für jedes Kilogramm menschliches Fett. Die Käufer seien Firmen in Europa gewesen, sagte der Polizeigeneral.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?