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Am Australian Open in Melbourne sorgt eine 48-stündige Hitzewelle für Diskussionsstoff. Novak Djokovic und Rafael Nadal äussern sich kritisch, dass der Spielbetrieb wie geplant fortgesetzt wurde.

Nachdem sich am Donnerstag Novak Djokovic und Gaël Monfils bei 39 Grad im Schatten und fast 70 Grad auf dem Platz in der Rod Laver Arena knapp drei Stunden in der prallen Sonne duelliert hatten, zeigte das Thermometer am frühen Freitagnachmittag sogar 40 Grad an - im Schatten. "Die Grenze ist erreicht", sagte Djokovic nach seinem Sieg über den Franzosen, der über Atemnot und Schwindelanfälle klagte. "Es ist mehr Business als Sport", sagte der Serbe. Das Wichtigste sei aber die Gesundheit der Spieler.

Am Freitag traf es Alizé Cornet und Elise Mertens sowie Kyle Edmund und Nikolos Basilaschwili, die am frühen Nachmittag ihre Partien bestritten. Cornet nahm beim Stand von 1:2 im zweiten Satz ein medizinisches Timeout, weil sie Schwindel verspürte und nach eigener Aussage nicht in Ohnmacht fallen wollte. Puls und Blutdruck wurden bei der Französin gemessen, der Körper mit Eisbeutel gekühlt, ehe die Partie fortgesetzte wurde.

Kritisch äusserte sich auch Rafael Nadal. Die Sicherheit sei nicht immer gewährleistet. Es sei kein schöner Anblick, die Spieler auf dem Platz leiden zu sehen. "Manchmal ist es einfach zuviel", so der Spanier, der aufgrund der Ansetzung seiner Partie am Freitag gegen Damir Dzumhur in der Night-Session der grossen Hitze ausweichen konnte.

Turnierdirektor Craig Tiley verteidigte den Entscheid weiterzuspielen, ohne die mit einem Dach ausgestatteten Courts zu schliessen. "Wir sind mit diesen Regeln in das Turnier gestartet und ändern diese aus Fairnessgründen nicht bei Halbzeit." So schlimm wie vor vier Jahren war es nicht, als mehrere Tage in Folge mehr als 40 Grad gemessen wurde und die Spieler in der prallen Sonne auf den Nebenplätzen reihenweise kollabierten. Damals trat die Hitzeregel in Kraft; das ist dann der Fall, wenn ein festgesetzter Wert zusammengesetzt aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit überschritten wird.

Differenzierter äusserte sich Roger Federer zum Thema. "Was soll man machen? Alle Partien stoppen?" Dann würden die Glücklichen auf den grossen Plätzen unter Dach spielen und die anderen Partien verschoben. Oder die Partien würden morgens um drei beendet werden, wie an regnerischen Tagen in New York. "Wäre das besser? Ich bin nicht sicher", so Federer, der seine ersten beiden Partien nach Einbruch der Dunkelheit spielte. Letztlich müsse jeder bereit sein, unter den vorherrschenden Bedingungen zu spielen.

Einer, der sich über die Hitze freute, war Grigor Dimitrov. "Ich liebe es, in der Hitze zu sein." Dies erinnere ihn an seine Kindheit in Bulgarien, als die Sommer sehr heiss und trocken waren. Er habe sich fast wie zuhause gefühlt, sagte die Weltnummer 3 nach der Partie gegen Andrej Rublew. Dimitrov konnte allerdings gut reden. Als er den Matchball gegen den Russen verwertete, war das Thermometer bereits wieder unter 30 Grad gefallen.

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SDA-ATS