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Mit einer bewegenden Trauerfeier hat Spanien am Freitag Abschied von den neun beim Erdbeben im Südosten des Landes getöteten Menschen genommen. Kronprinz Felipe und seine Frau Letizia umarmten weinende Hinterbliebene und sprachen ihnen am Rande der Messe in Lorca Trost zu.

Auch Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero nahm an dem Trauergottesdienst am Stadtrand teil. Für das ganze Land ist eine zweitägige Staatstrauer ausgerufen. König Juan Carlos I. und Königin Sophia waren am Freitag noch ausser Landes. Sie schlossen ihren zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz ab.

Vier Särge waren in Lorca aufgebahrt, insgesamt starben neun Menschen bei dem Erdbeben am Mittwochabend. Unter den Toten waren auch zwei schwangere Frauen und ein 14-jähriger Junge.

Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 5,1 lag in nur zehn Kilometern Tiefe. Die heftigen Erdstösse brachten ganze Häuser in Lorca zum Einsturz, Trümmerteile wurden durch die Luft geschleudert. 80 Prozent aller Gebäude, darunter viele aus dem 16. und 17. Jahrhundert, wurden beschädigt.

Der Glockenturm der Kirche San Diego aus dem 17. Jahrhundert stürzte vor laufender Kamera ein, er verfehlte nur knapp einen Reporter des spanischen Fernsehens.

Wiederaufbau versprochen

Insgesamt wurden in Lorca 130 Menschen verletzt, 15'000 der 93'000 Bewohner der Stadt mussten ihre Häuser verlassen. Viele verbrachten in der Nacht zum Freitag bereits die zweite Nacht aus Angst vor Nachbeben im Freien.

Regierungschef Zapatero versprach, Lorca werde wieder aufgebaut. "Das Erdbeben war hart, es hatte starke Auswirkungen, aber das Land ist stärker, unser Wille zu Solidarität und Wiederaufbau ist stärker."

Der spanische Erdbebenforscher Luis Suárez hatte bereits Ende Februar vor einem zerstörerischen Beben "in nicht sehr ferner Zukunft" gewarnt.

Als Gefahrenzone nannte er das südliche Murcia und Andalusien. Lorca liegt in einem seismisch aktiven Bereich, in dem die afrikanische auf die eurasische Kontinentalplatte trifft.

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SDA-ATS