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Nach seiner zweiten Festnahme innerhalb von 24 Stunden ist der kubanische Dissident Guillermo Fariñas am Freitag wieder freigelassen worden. Fariñas war am Donnerstag zusammen mit anderen Regierungsgegnern festgenommen worden.

Fariñas' Mutter Alicia Hernández sagte der Nachrichtenagentur AFP, ihr Sohn sei in ihr gemeinsames Haus in Santa Clara zurückgekehrt. Er sei müde, aber es gehe ihm gut. Laut der Mutter war Fariñas festgenommen worden, als er und mehrere Oppositionelle sich bei der Polizei nach der Festnahme anderer Regierungsgegner erkundigen wollten.

Nach Einschätzung der illegalen, aber geduldeten Kubanischen Kommission für Menschenrechte und nationale Versöhnung (CCDHRN) praktiziert die Regierung derzeit eine Politik der "Repression auf niedrigem Niveau" mit zahlreichen vorübergehenden Festnahmen.

Schon am Mittwoch hatte die Polizei Fariñas und andere Regierungsgegner sieben Stunden lang in Gewahrsam genommen. Der am Donnerstag vorgelegte CCDHRN-Jahresbericht bezeichnet die Menschenrechtslage in Kuba als "sehr ungünstig". Die Organisation warnte vor einer kurz- und mittelfristigen Verschlechterung.

Über hundert politische Gefangene

Zwar seien 2009 Dutzende politische Gefangene freigekommen, doch seien noch immer über hundert in Haft. Der von der Regierung angekündigte Abbau von mehr als einer halben Million Stellen im öffentlichen Dienst und die Streichung von Subventionen bis Ende März könnte zu Unzufriedenheit bei den Bürgern führen. Darauf werde die Führung mit Unterdrückung reagieren.

Der 49-jährige Psychologe und Internet-Blogger Fariñas hatte wiederholt mit langen Hungerstreiks seine Gesundheit und sogar sein Leben aufs Spiel gesetzt, um politische Veränderungen in Kuba zu bewirken.

Im Dezember erhielt er für seinen Einsatz für Menschenrechte und Meinungsfreiheit den nach dem sowjetischen Dissidenten Andrej Sacharow benannten Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments. Die Auszeichnung konnte er aber nicht persönlich entgegennehmen.

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SDA-ATS