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Der bekannte kubanische Dissident Guillermo Fariñas ist erneut in den Hungerstreik getreten. Dieses Mal will er die Aufklärung des Todes des Regierungsgegners Juan Wilfredo Soto erzwingen.

"Ich habe den Hungerstreik begonnen, um die Regierung dazu zu bringen, dass die Verantwortlichen für den Mord an Juan zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Fariñas der Nachrichtenagentur AFP.

Soto war Anfang Mai in einem Spital in der zentralkubanischen Stadt Santa Clara gestorben - drei Tage nachdem die Polizei ihn vorübergehend festgenommen hatte. Nach Ansicht von Fariñas und anderen Regierungsgegnern starb der 46-Jährige in Folge von Polizisten-Schlägen. Diese Darstellung weist die Regierung zurück.

Fariñas begann seinen Hungerstreik in Santa Clara, rund 280 Kilometer östlich der Hauptstadt Havanna. Es ist bereits sein 24. Hungerstreik innerhalb der vergangenen 15 Jahre. Im vergangenen Jahr hatte der Internetjournalist 135 Tage lang die Nahrungsaufnahme verweigert.

Erst als Kubas Staatschef Raúl Castro einlenkte und die Freilassung von 52 politischen Häftlingen ankündigte, brach der 49-Jährige seinen Hungerstreik ab. Für seinen Kampf für die Freiheit wurde Fariñas mit dem Sacharow-Preises des Europaparlaments ausgezeichnet.

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SDA-ATS