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Kudzu und Staudenknöterich breiten sich im Tessin aus

Dieser Inhalt wurde am 10. Mai 2010 - 12:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Entlang der Transitachsen, in Agglomerationen und in Grenzkantonen machen sich unerwünschte pflanzliche Eindringlinge breit. Neben bekannten wie Riesenbärenklau und der gefährlichen Ambrosia tauchen im Tessin vermehrt Staudenknöterich, Kudzu und Götterbaum auf.
Diese drei bisher relativ unbekannten eingeschleppten Pflanzenarten haben ein erstaunliches Ausbreitungspotenzial, wie die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil mitteilte. Eine im Tessin beobachtete Kudzu oder Kopoubohne wuchs im Tag um 26 Zentimeter.
Der japanische Staudenknöterich nistete sich im Südkanton bereits mitten in einer Getreidekultur ein. Bisher galt die Pflanze als Ufer- und Heckengewächs. Dort kann sie bestehende Pflanzengemeinschaften in kürzester Zeit überwuchern.
Neben diesen weniger bekannten Neuzuzügern aus dem Pflanzenreich bereiten den Fachleuten die seit längeren eingedrungenen Arten wie Riesenbärenklau und Ambrosia weiterhin Sorgen. Auf der Alpensüdseite finden diese Arten behagliche klimatische Bedingungen.
Immerhin verlangsamte sich bei der Ambrosia die Verbreitung etwas und verlagerte sich in das Sottoceneri. Die Fundorte des Riesenbärenklaus nahmen dagegen um über drei Fünftel zu.
Ambrosia und Riesenbärenklau verdrängen nicht nur einheimische Pflanzen, sondern sind auch ein ernsthaftes Gesundheitsproblem für die Bevölkerung. Die Pollen der Ambrosia können schwerste Allergien auslösen, vom Riesenbärenklau drohen Hautverätzungen.

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