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Das Gletschervolumen in den Schweizer Alpen ist im vergangenen Hitzesommer zwar geschrumpft. Zu einer Rekordschmelze kam es aber nicht - dank der Abkühlung in der zweiten Augusthälfte und im September. In gewissen Regionen der Schweiz ist es noch immer zu trocken.

Die meisten vermessenen Gletscher hätten zwischen einem und zwei Metern an Eisdicke verloren im hydrologischen Jahr 2015/2014, teilten die Akademien der Wissenschaften Schweiz am Donnerstag mit. Insgesamt schrumpften die Gletscher um 1300 Millionen Kubikmeter Eis - dies entspreche einem Volumenverlust von fast 2,5 Prozent.

Die Rekordschmelze des Hitzesommers 2003 wurde damit nicht erreicht. "Damals verschwanden 4 bis 5 Prozent der Eisreserven", hiess es in der Mitteilung.

Der besonders heisse Juli und August in diesem Jahr hätten zwar zu einer aussergewöhnlich starken Schmelze geführt. Auf dem 2540 Meter hohen Weissfluhjoch sei im Juli und August kein einziges Mal Schnee gefallen - das sei in der 80-jährigen Messgeschichte bisher erst einmal vorgekommen.

Abkühlung ab Mitte August

In der zweiten Augusthälfte schneite es aber bis auf 2800 Meter und im September fiel der Schnee noch tiefer. Diese kühle Phase habe die Gletscherschmelze bremsen können, schrieben die Akademien der Wissenschaften.

Am wenigsten dramatisch fiel die Schmelze der Gletscher im südlichen Wallis aus, so etwa beim Findelen- oder beim Allalingletscher. Sie hätten durchschnittlich rund 70 Zentimeter an Eisdicke verloren, hiess es.

Sehr stark gelitten hätten hingegen kleine Gletscher in tiefen Lagen und jene zwischen dem Berner Oberland und dem Wallis, wie der Glacier du Tsanfleuron oder der Glacier de la Plaine Morte. Sie verloren teils über 2,5 Meter an Eisdicke.

Zu trocken

Insgesamt sei es in der Schweiz noch immer viel zu trocken, teilte SRF Meteo ebenfalls am Donnerstag mit. Zwischen Juni und Oktober seien gebietsweise gerade mal 40 bis 70 Prozent des erwarteten Regens gefallen.

Vor allem im Mittelland fehlt laut SRF Meteo das Wasser. In den Alpen sei die Situation nicht ganz so dramatisch: Dort entspreche die Regensumme der Monate Juni bis Oktober in etwa dem langjährigen Durchschnitt.

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