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Zivi bei seinem Dienst in einer Schule in Kehrsatz: Mit mehreren Massnahmen will der Bundesrat die Zahl der Zivildienstleistenden reduzieren. (Archivbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Die Armee braucht mehr Soldaten. Um das zu erreichen, will der Bundesrat den Zivildienst unattraktiver machen. Er möchte die Zahl der Zulassungen zum Ersatzdienst "substanziell" verringern.

Die Zulassungen stiegen von 4670 im Jahr 2011 auf 6169 im Jahr 2016, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Dies beeinflusse den Armeebestand negativ. Um auch künftig genug Armeeangehörige zu haben, schlägt der Bundesrat verschiedene Massnahmen vor.

Diese sollen insbesondere zum Rückgang der Anzahl Gesuchsteller nach bestandener Rekrutenschule führen. Der Bundesrat hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit der Ausarbeitung einer Vernehmlassungsvorlage bis Herbst 2018 beauftragt.

Die Eckwerte hat die Landesregierung vorgegeben: Mit einer Mindestanzahl von 150 zu leistenden Diensttagen im Zivildienst und mit einer Wartefrist von zwölf Monaten für Angehörige der Armee, die nach bestandener RS ein Gesuch um Zulassung stellen, soll die Reduktion der Anzahl Zulassungen erreicht werden.

Gesuchsteller aus der RS sollen innerhalb von 12 Monaten mit dem langen Zivildiensteinsatz beginnen müssen. Eine jährliche Einsatzpflicht bereits ab dem Kalenderjahr nach Zulassung soll ebenfalls eingeführt werden. Auch der Wechsel von Unteroffizieren und Offizieren in den Zivildienst soll erschwert werden.

Der Bundesrat hat das WBF zudem beauftragt, den Einsatz von Zivildienstpflichtigen bei Kultur- und Sportanlässen sowie zur Unterstützung von Angehörigen betreuungsbedürftiger Personen zu prüfen.

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SDA-ATS