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Stefan Küng verpasst das gelbe Leadertrikot bei seiner ersten Teilnahme an der Tour de France nur um fünf Sekunden. Hinter dem Briten Geraint Thomas wird der Thurgauer im Auftakt-Zeitfahren Zweiter.

Küng hatte sich bei seinem Debüt bei der "Grande Boucle" nichts weniger als das Maillot jaune zum Ziel gesetzt. Damit hätte er Fabian Cancellara nacheifern wollen. Der in der letzten Saison zurückgetretene Berner konnte am 3. Juli 2004 bei seiner Tour-Premiere gleich das gelbe Leadertrikot an sich reissen.

Statt am Sonntag in Gelb zur 2. Etappe zu starten, muss sich Küng mit dem weissen Trikot für den besten Nachwuchsfahrer (unter 25 Jahren) trösten. Trotzdem darf der Thurgauer in Diensten des amerikanisch-schweizerischen Teams BMC von einem gelungen Auftritt sprechen.

Wurde Küng an der Tour de Suisse im Einzelzeitfahren kürzlich zweimal nur vom Australier Rohan Dennis geschlagen, stand ihm diesmal der Brite Geraint Thomas vor der Sonne. Der 31-Jährige vom Team Sky zeigte vor allem auf der zweiten Streckenhälfte des 14 km langen Parcours eine starke Leistung und verdiente sich damit seinen ersten Etappensieg im Rahmen einer dreiwöchigen Rundfahrt.

Dritter wurde der Weissrusse Wassil Kirijenka mit sieben Sekunden Rückstand. Der deutsche Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der bei seinem Heimauftritt als grosser Favorit auf den Tagessieg gehandelt wurde, musste sich mit Platz 4 begnügen.

Froome überzeugt - Valverde out

Von den meistgenannten Anwärtern auf den Gesamtsieg hielt sich Vorjahressieger Chris Froome am besten. Der Brite vom Team Sky beendete das Einzelzeitfahren mit einem Rückstand von zwölf Sekunden als Sechster. Damit hielt der dreifache Tour-Sieger seine ärgsten Konkurrenten auf Distanz: Mit dem australischen BMC-Captain Richie Porte (0:47), dem Kolumbianer Nairo Quintana (0:48), dem Franzosen Romain Bardet (0:51) und dem Spanier Alberto Contador (0:54) verloren vier seiner Herausforderer allesamt über 45 Sekunden auf Froomes Teamkollegen und Tagessieger Thomas.

Der Auftakt in die 104. Tour de France fand bei widrigen äusseren Bedingungen statt. Die nassen Strassen wurden besonders Alejandro Valverde zum Verhängnis. Der Spanier in Diensten des Teams Movistar kam in einer Kurve zu Fall und prallte mit voller Wucht in die Absperrgitter. Valverde blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen und musste die Rundfahrt aufgeben. Damit verlor Mitfavorit Nairo Quintana bereits am ersten Tag seinen Edelhelfer.

Die 2. Etappe vom Sonntag führt über deutschen Boden nach Belgien. Die 203,5 km zwischen Düsseldorf und Lüttich sind vorwiegend flach und deuten auf einen Massensprint hin. Zu einem Umsturz im Gesamtklassement könnte es trotzdem kommen, da es für die Tagesschnellsten Bonifikationen zu gewinnen gibt.

SDA-ATS