Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Bern - Am 18. Juli 1885 nahm in Bern die kürzeste öffentliche Standseilbahn der Schweiz den Betrieb auf. Es ist die Marzilibahn vom Marziliquartier an der Aare hinauf zum Bundeshaus-West. Das 125-jährige Bähnli überwindet auf der 105 Meter langen Fahrt 31 Höhenmeter.
Angeregt wurde der Bau in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts vom eidgenössischen Staatskassier Robert Schnyder und von einem Ingenieur, wie der stellvertretende Berner Staatsarchivar Peter Hurni in einem Beitrag auf der Internetseite g26.ch schreibt. Schnyder wohnte selber im Marzili.
Vom Land her tönte es damals eher spöttisch: Die "Berner Volkszeitung" aus Herzogenbuchsee nannte die Bahn ironisch "Blitzzüge" für Bundesbeamte, "damit gewisse Herren früher an die Arbeit sich machen können, als es bisher der Fall war."
Bis ins Jahr 1974 war die Marzilibahn eine sogenannte Wasserballastbahn. Oben wurde ein Tank unter der Passagierzelle mit Wasser aus dem Stadtbach gefüllt. Der hinabfahrende Wagen zog durch sein Gewicht den aufwärts fahrenden Wagen nach oben.
Heute wird die Bahn mit Strom betrieben. Die beiden nach der Elektrifizierung ausrangierten Wagen sind im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern und ganz in der Nähe der Talstation der Bahn vor einem Bundesverwaltungsgebäude zu sehen.
Die Drahtseilbahn Marzili-Stadt Bern ist heute immer noch ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen, das vor allem Liebhabern gehört, wie Verwaltungsratspräsident Marcel Steck auf Anfrage sagt. Es gibt 600 Namens- und 600 Inhaberaktien.
Das Unternehmen schreibt Gewinne, rechnet aber damit, für eine neue Konzession - die bestehende läuft 2014 aus - grössere Investitionen tätigen zu müssen. Bescheiden, wie das Bähnli ist, begeht das Unternehmen auch das Jubiläum: Am 18. Juli werden die beiden Wagen geschmückt, die Fahrt ist gratis, doch ein Fest ist nicht geplant.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS