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Kunde reicht nach Datenklau Sammelklage gegen Sony ein

Nach dem massenhaften Diebstahl von Kundendaten bei Sony hat ein PlayStation-Besitzer in den USA das Unternehmen auf Schadenersatz verklagt. Kristopher Johns aus Birmingham im US-Bundesstaat Alabama reichte beim Bezirksgericht in San Francisco eine Sammelklage ein.

Dies meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Da es sich bei der Klage um eine Sammelklage handelt, hätten bei einem Schuldspruch alle 77 Millionen Inhaber von Nutzerkonten die gleichen Ansprüche gegenüber Sony, auch wenn sie selbst nicht geklagt haben sollten.

Johns verlangt Schadenersatz für den Fall des Missbrauchs von Kreditkartendaten sowie für den Ausfall der Online-Dienste nach dem Hacker-Einbruch. Ausserdem fordert er die Verhängung einer Geldstrafe gegen Sony.

Suche nach dem Täter

Sony sucht derweil gemeinsam mit der Polizei nach dem Hacker.Nach Angaben eines Sprechers hat der Konzern eine "angesehene Technologie-Sicherheitsfirma" engagiert.

"Der arglistige Angriff auf unser System und unsere Kunden ist eine kriminelle Tat, und wir gehen aggressiv vor, um die Verantwortlichen zu finden", erklärte Sony-Sprecher Patrick Seybold auf der Playstation-Webseite.

Sony hatte am Dienstagabend von dem Hacker-Angriff berichtet. Wegen eines "illegalen, unberechtigten Eindringens in unser Netzwerk von aussen" seien das Playstation Network sowie das ebenfalls von Sony betriebene Musik- und Film-Portal Qriocity am 19. April abgeschaltet worden.

Es sei davon auszugehen, dass Benutzernamen, Adressen, Geburtsdaten, Passwörter und E-Mail-Adressen von Kunden kopiert wurden, die ihre von Sony produzierten Spielkonsolen über das Netz mit dem Internet verbinden.

Das Playstation Network hat nach Angaben von Sony weltweit 77 Millionen registrierte Nutzer in 59 Ländern. Angaben darüber, wie viele Nutzerdaten gestohlen worden sein könnten, machte das Unternehmen nicht.

Online-Dienste offline

Laut Seybold arbeitet Sony mit Hochdruck daran, die Online-Dienste wieder bereitzustellen. Die Dienste würden aber erst in Betrieb genommen, wenn das Netzwerk wieder sicher sei.

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