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Das Kunstmuseum Basel verlagert seine Ausstellungstätigkeit während der einjährigen sanierungsbedingten Schliessung im Jahr 2015 ins Museum für Gegenwartskunst. Zudem sollen Werke aus Basler Beständen in dieser Zeit in zwei europäischen Museen gezeigt werden.

Bernhard Mendes Bürgi, Direktor des Kunstmuseums Basel, versprach am Mittwoch vor den Medien ein "Programm von höchster Qualität" für die Zeit der Museumsschliessung von Anfang Februar 2015 bis März 2016.

Das Museum für Gegenwartskunst (MGK), das mit dem Kunstmuseum zur Öffentlichen Kunstsammlung Basel gehört, soll dabei zum Zentrum der künstlerischen Aktivitäten werden. Mit einer Ausstellungsfläche von 2460 Quadratmetern auf vier Stockwerken sei das MGK dafür ideal, sagte Bürgi.

Geplant sind etwa Ausstellungen zum deutschen Künstler Joseph Beuys und den beiden Amerikanern Cy Twombly und Frank Stella. Auch der neue MGK-Kurator Sören Grammel erhält eine Plattform.

Gezeigt werden zudem Meisterwerke der Moderne aus dem Kunstmuseum Basel. Das Spektrum reicht dabei von Henri Rousseau bis zu Gerhard Richter.

Alte Meister im Museum der Kulturen

Daneben weicht das Kunstmuseum während der erst im vergangenen Mai angekündigten Sanierung ins Museum der Kulturen aus. Dort werden die kostbarsten Schätze aus der Altmeister-Sammlung gezeigt, darunter "Der tote Christus im Grabe" von Hans Holbein dem Jüngeren.

Werke aus den Beständen des Kunstmuseums sollen während der Schliessung auch ausserhalb Basels präsentiert werden. So wird eine Ausstellungstournee mit den Sammlungen Rudolf Staechelin und Im Obersteg geplant.

Zugänglich bleibt auch während der Sanierung des Kunstmuseums der benachbarte Laurenzbau mit der grössten Kunstbibliothek der Schweiz. Als besonders wichtig beurteilt Bürgi für die Zeit der Schliessung auch die Verfügbarkeit der Sammlung im Internet. Rund 8000 Werke könne auf der Homepage des Museums betrachtet werden.

Kulturchef zufrieden

Philippe Bischoff, Leiter der Abteilung Kultur im Basler Präsidialdepartement, zeigte sich vor den Medien zufrieden mit dem Angebot des Kunstmuseums während der Schliessung. Das attraktive und vielfältige Programm verspreche ein spannendes Ausstellungsjahr.

Die Ankündigung der Museumsschliessung hatte im Mai kritische Voten hervorgerufen. Die Bildungs- und Kulturkommission des Grossen Rates zeigte sich von diesem Schritt überrascht. Sie wollte zudem wissen, wie das Kunstmuseum seinen Leistungsauftrag während der Schliessung erfüllen will.

Die Sanierungsarbeiten im Altbau stehen in Zusammenhang mit dem 100 Millionen Franken teuren Erweiterungsbau, der derzeit realisiert wird. Dieser und das erneuerte Museumsgebäude sollen im Frühling 2016 gleichzeitig eröffnet werden. Das sei ein Quantensprung für das Museum, sagte Direktor Bürgi. Er freue sich extrem auf die neue Ära.

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SDA-ATS