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Zürich - Während viele Schweizer Unternehmen die Krise hinter sich lassen, schreibt Kuoni weiter Verluste: Zurückhaltende Kunden und die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull haben den Reisekonzern auch im ersten Halbjahr 2010 aufgehalten.
Der Umsatz blieb stabil: Mit 1,756 Mrd. Fr. liegen die Verkäufe nur leicht tiefer als in den ersten sechs Monaten 2009. Weil die Vulkanasche über Europa im April den Luftverkehr lahmlegte, entgingen Kuoni 47 Mio. Fr. an Einnahmen, wie Konzernchef Peter Rothwell am Donnerstag an einer Telefonkonferenz sagte.
Zu den Vor-Krisen-Erfolgen herrscht immer noch ein deutlicher Abstand: Im besonders einträglichen ersten Halbjahr 2008 hatte Kuoni 2,23 Mrd. Fr. Umsatz erwirtschaftet.
Die Reiselust gedämpft haben heuer auch die blutigen Unruhen in der beliebten Feriendestination Thailand sowie die von Streiks begleitete Wirtschaftskrise in Griechenland. Auch der schwache Euro belastete.
Mehr Buchungen
Unter dem Strich konnte Kuoni den Verlust von 51,9 auf 46,1 Mio. Fr. eindämmen. Der Betriebsverlust (EBIT) reduzierte sich von 48,7 auf 37,8 Mio. Franken. Ohne die Vulkanwolke, die operativ mit rund 15 Mio. Fr. zu Buche schlug und Sonderkosten für Investitionen und Effizienzpläne wäre der EBIT nur noch mit 1,8 Mio. Fr. im Minus.
Die Effizienzmassnahmen, die der Reiseveranstalter auf dem Höhepunkt der globalen Rezession Anfang 2009 eingeleitet hatte, zahlen sich langsam aus. "Wir waren rigoros bei den Kosten", sagte Konzernchef Rothwell. Seit 18 Monaten habe es für Kuoni nicht mehr so gut ausgesehen wie im Moment.
Dass die Buchungseingänge in den letzten acht Wochen um 9 Prozent zulegten, ist für Finanzchef Max Katz ein gutes Zeichen. Der Juli sei mit 40 Prozent Anteil am Jahresgewinn der wichtigste Monat für den Kuoni-Konzern und erlaube gewisse Rückschlüsse auf die Entwicklung des Gesamtjahres.

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SDA-ATS