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Bice Curiger, Kuratorin der internationalen Ausstellung an der diesjährigen 54. Kunstbiennale in Venedig, hat am Montag im Kunsthaus Zürich das Konzept ihrer Schau "ILLUMInazioni" vorgestellt. Mit dabei war Biennale-"Presidente" Paolo Baratta.

Seit 1999 gibts an der Kunstbiennale in Venedig nicht nur die Länderpavillons, sondern auch eine "Internationale Ausstellung", welche von einem von der Biennale ernannten Kurator auf die Beine gestellt wird. 1999 und 2001 kuratierte der Schweizer Harald Szeemann (1933-2005) diese Schau. Nun ist mit Bice Curiger auch eine Schweizerin zum Handkuss gekommen.

Grenzen sprengen

Seit ihrer Wahl vor einem knappen Jahr hat Curiger die Ausstellung "ILLUMInazioni" entwickelt. Der Titel ziele auf Licht, sagte sie am Montag vor den Medien. Und dieses wiederum beleuchtet den schillernden Begriff "Nation(en)".

Nationen, das sind vorerst einmal Länder, die sich in Pavillons präsentieren und die damit ein Licht werfen auf ihr eigenes künstlerisches Schaffen. Nation: Das ist für Curiger aber auch eine Metapher für gemeinschaftliches Leben schlechthin, für künstlerisches Leben, das sich einerseits regional ausprägt, andererseits aber auch immer wieder die nationalen Grenzen sprengt.

Curigers Nationenbegriff sperrt sich also gegen eine simple kulturkonservative Interpretation. Er spiegelt vielmehr die aktuelle, globalisierte Welt mit ihren vielfältigen kulturellen Verflechtungen, Widersprüchen und Analogien. Er verteidige auch den Geist der Aufklärung, "nicht zuletzt im Spannungsfeld der Menschenrechtsdiskussion", sagte Curiger.

Schweizer Beteiligung

Auf Einladung Curigers stellen im Arsenale und im Hauptpavillon in den Giardini mehr als 80 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt aus. Nicht weniger als 80 Prozent der Werke sind neu und entstehen exklusiv für "ILLUMInazioni".

Zu sehen sind auch Positionen aus der Schweiz: von Pipilotti Rist, Fischli/Weiss, Urs Fischer, Shahryar Nashat, Carol Bove, Bruno Jakob, Fabian Marti und Mai-Thu Perret.

Eine Besonderheit von "ILLUMInazioni" sind die vier Parapavillons, in denen vier Kunstschaffende Kunstwerke anderer Künstlerinnen und Künstler ausstellen. Diese Ausstellungen in der Ausstellung sollen dazu beitragen, den "Prozess des inspirierten Austausches und der gegenseitigen Anregung" exemplarisch zu verstärken, wie Curiger betonte.

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SDA-ATS