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Durchweichte Dämme und Helfer im Dauereinsatz : Das Hochwasser bringt die Menschen vor allem im Osten Deutschlands an ihre Grenzen. In mehreren Orten an der Elbe und der Saale hielten Deiche den Wassermassen nicht mehr stand oder waren akut gefährdet.

Tausende Flutopfer mussten sich in Sicherheit bringen. Besonders dramatisch war die Lage am Samstag in Sachsen-Anhalt. Politiker warfen die Frage auf, wer die erwarteten Milliardenschäden zahlen soll.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff forderte die Solidarität der anderen Bundesländer. "Das ist eine nationale Aufgabe, da müssen die 16 Bundesländer und der Bund zusammenhalten", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung".

Finanzminister Wolfgang Schäuble deutete an, dass die Finanzhilfen für Flutopfer falls nötig aufgestockt würden. Bisher hat der Bund 100 Millionen Euro Soforthilfe zugesagt. Steuererhöhungen seien trotz des hohen Schadens nicht nötig, sagte Schäuble der "Passauer Neuen Presse".

Am Sonntag will Bundespräsident Joachim Gauck Hochwasserregionen an der Saale und der Elbe besuchen.

Sachsen-Anhalt stark betroffen

Besonders angespannt ist die Hochwassersituation in Sachsen-Anhalt. Hier spitzt sich die Lage an Elbe und Saale weiter zu. Im Mündungsbereich der Saale in die Elbe forderten die Behörden 3000 Menschen auf, sich vor einer drohenden Überflutung in Sicherheit zu bringen.

Nach Angaben des Katastrophenschutzstabes ist nördlich des Ortes Klein-Rosenburg ein durchweichter Deich der Saale nicht mehr zu halten.

In Magdeburg wurde ein Altersheim evakuiert. Aber auch zahlreiche weitere Bewohner müssten sich darauf einstellen, ihre Häuser zu verlassen. In einigen Strassen musste auch die Elektrizität abgestellt werden. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper warnte die Bürger vor einem dramatischen Wochenende.

Noch tagelanger Kampf

Auch in Brandenburg blieb die Hochwasserlage angespannt. In Mühlberg sank der Pegelstand der Elbe zwar auf 9,77 Meter, dennoch blieb der Druck auf die Schutzanlagen enorm. Den Einsatzkräften an den Deichen stehe ein tagelanger Kampf gegen das Hochwasser bevor, sagte ein Sprecher des Koordinierungszentrums Krisenmanagement. Die Lage an Spree und Schwarzer Elster entspannte sich dagegen langsam.

Sachsen hat den Scheitelpunkt der Elbeflut zwar schon überstanden, allerdings sank der Wasserstand nur sehr langsam. Noch immer waren Orte überschwemmt und Verkehrslinien gekappt. Rund 12'000 Menschen harrten in Sachsen nach Angaben vom Freitag noch in Notquartieren, bei Verwandten und Freunden aus.

Allein in Dresden waren 4900 Haushalte weiterhin ohne Strom. Helikopter der Bundeswehr versuchten bei Grosstreben-Zwethau, ein Loch in einem Deich mit grossen Sandsäcken abzudichten. Rund 500 Menschen sollten dort ihre Häuser verlassen.

Aufräumen in Österreich

Donauabwärts in Österreich ist das Hochwasser fast weg, jetzt kommt der Schlamm: Feuerwehr, Soldaten und freiwillige Helfer schaufelten Tonnen Schlamm aus eben noch überfluteten Ortschaften. Wenn die Erde antrockne, sei sie kaum noch zu beseitigen, warnten die Behörden.

Die Schäden werden inzwischen mit der Jahrhundertflut 2002 verglichen: Sie sollen auch hier in die Milliarden gehen.

Das Rekordhochwasser nähert sich nun der ungarischen Hauptstadt Budapest. Die Scheitelwelle wird dort am Montagfrüh erwartet. Seit Tagen sind tausende Soldaten und freiwillige Helfer im Einsatz, um Dämme und Uferanlagen mit Sandsäcken zu verstärken und mobile Schutzdämme zu errichten.

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SDA-ATS