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Nach mehrtägigen gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften ist in der thailändischen Hauptstadt Bangkok vorerst Ruhe eingekehrt. Die Demonstranten halfen dabei, die bei den tagelangen Kundgebungen entstandenen Müllberge zu beseitigen.

Hintergrund der vorläufigen Entspannung ist der 86. Geburtstag von König Bhumibol Adulyadej am Donnerstag. "Wir haben aufgehört zu demonstrieren, um die Strassen für den Geburtstag des Königs zu säubern", sagte einer der Demonstranten. "Nachher werden wir unseren Kampf fortsetzen."

Unter anderem räumten die Regierungsgegner ihr Protestcamp rund um das Demokratiedenkmal. Die Gegend ist einer der Hauptschauplätze der Feierlichkeiten für das beliebte Staatsoberhaupt. Lediglich vor dem Polizeihauptquartier versammelten sich etwa tausend Demonstranten. Die Beamten reagierten zurückhaltend und liessen die Menge Stacheldrahtzaun durchtrennen und Teile der Betonbarrieren entfernen.

Die Polizei hatte am Dienstag ihrer Taktik geändert und auf Entspannung gesetzt. Die Sicherheitskräfte entfernten ihre Barriere und erlaubten hunderten Oppositionsanhängern, den Regierungssitz im Zentrum Bangkoks zu besetzen. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Paradorn Pattanatabut, begründete dies mit dem Geburtstag des Königs, an dem es "ruhig und ordentlich" zugehen müsse.

König sehr beliebt

Bhumibol, der im Jahr 1950 den Thron bestieg, ist das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt und gilt im politisch zerstrittenen Thailand als einigende Kraft. Von vielen Thailändern wird er wie ein Halbgott verehrt.

Zu der derzeitigen Krise hat sich der König noch nicht geäussert. Bhumibol ist seit einigen Jahren durch Krankheit geschwächt und tritt kaum noch in der Öffentlichkeit in Erscheinung.

Die Proteste haben Experten zufolge die thailändische Wirtschaft, die mit schwachen Exporten kämpft, bislang nicht wesentlich beeinträchtigt. Selbst in Bangkok seien die Störungen minimal. Befürchtet wird allerdings, dass Touristen ausbleiben könnten.

SDA-ATS