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Im hermetisch gesicherten Davos haben Linksaktivisten am Donnerstagmorgen Feuerwerkskörper im Luxushotel Posthotel gezündet. Eine Gruppe von WEF-Gegnern sprach von einem Anschlag und übernahm in einem Bekennerschreiben die Verantwortung. Es gab keine Verletzten.

Die Polizei bestätigte, dass sich in einer Abstellkammer im Untergeschoss des Hotel eine kleinere Detonation ereignete. Diese habe kurz nach 9 Uhr stattgefunden und ein paar Fensterscheiben zerstört. Zudem habe sich Rauch entwickelt.

Die Behörden waren um 7.30 Uhr von der Zeitung "20 Minuten" über das Bekennerschreiben der Linksaktivisten informiert worden. Darauf habe man sofort Einsatzteams in das Posthotel und das benachbarte Hotel Schweizerhof an der Promenade geschickt, die beide der Morosani-Gruppe gehören, sagte Polizeisprecher Thomas Hobi der Nachrichenagentur SDA.

Die Polizei habe zuerst den Gästebereich durchsucht. Als sie sich auch den wenig benutzen Nebenräumen angenommen habe, sei der Feuerwerkskörper um 9.15 Uhr explodiert. Er verursachte nur einen geringen Sachschaden. Eine Räumung der beiden Luxushotels sei nicht zur Debatte gestanden, sagte Hobi weiter.

WEF-Gegner: "Pyrotechnik und Zucker im Öltank"

"Wir haben die Hotels Morosani in Davos mit Pyrotechnik und Zucker angegriffen. In diesen Hotels sind die Bundesräte und die UBS-Vertreter untergebracht", heisst es in einem anonymen Bekennerschreiben, das der SDA vorlag.

Es seien zwei pyrotechnische Sprengsätze mit Zeitzünder im Hotel deponiert worden. Gemäss Bekennerschreiben sollten diese aber früher explodieren. Die Zeitzünder seien auf 6 Uhr gestellt worden, um die Angestellten des Hotels nicht zu gefährden, teilten die WEF-Gegner mit.

Zusätzlich sei Zucker in den Öltank des Hotels gefüllt worden, damit den Bundesräten "früher oder später in den Bergen auch ein kalter Wind um die Ohren weht".

Zweiter Anschlag

Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich offenbar um die selbe Gruppe, die in der Nacht auf Mittwoch einen "Anschlag" auf die HSG St. Gallen verüben wollte, ihren angeblichen Sprengsatz fälschlicherweise aber vor dem Sitz der Versicherung Helvetia deponierte. Die Polizei musste das Gebäude evakuieren und Sprengstoffexperten anfordern.

Die Linksaktivisten sprachen von einem Irrtum. Allerdings sei die Helvetia Versicherung "auch kein falsches Ziel", hiess es in dem Bekennerschreiben. Der Konzern schreibe hohe Gewinne, während viele "Arbeiterinnen und Arbeiter" nicht wüssten, wie sie ihre Krankenversicherung bezahlen sollten.

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SDA-ATS