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Bei der Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sind grössere Mengen Radioaktivität freigesetzt worden. Das Eidgenössische Nuklearsicherheits-Inspektorat (ENSI) geht davon aus, dass beim Block 2 der Sicherheitsbehälter aus Stahl beschädigt worden ist.

"Die Situation hat sich gegenüber gestern deutlich verschärft", sagte ENSI-Direktor Hans Wanner am Dienstag vor den Medien in Brugg AG. "Die Lage ist sehr ernst, und ich bedaure, Ihnen das heute so mitteilen zu müssen."

Die in Japan freigesetzte Radioaktivität stelle keine Gefahr für die Schweizer Bevölkerung dar. Auch das Schweizer Hilfskorps im rund 80 Kilometer vom AKW Fukushima entfernten Tobe sei voraussichtlich nur geringfügig betroffen.

Der Unfall sei nicht so schlimm wie der Unfall in Tschernobyl, hielt Wanner fest. Trotzdem sei jetzt das eingetreten, was alle zu vermeiden gehofft hätten. Nun helfe nur noch kühlen, so viel es gehe.

Brand in Lagerbecken

In Fukushima 1 gab es einen Brand im Lagerbecken für abgebrannte Brennelemente im Lagerbecken des Blocks 4, wie Wanner sagte. Dieser sei mittlerweile gelöscht worden, das Dach von Block 4 sei jedoch beschädigt.

Dies bedeute, dass freiwerdende Radioaktivität direkt in die Umwelt gelange. Die Strahlenbelastung am Standort der Anlagen habe sich drastisch erhöht.

Gefährlich hohe Strahlung für Personal

Eine konservative Einschätzung habe ergeben, dass auf dem AKW-Gelände die Gefahr durch Einatmen bestehe, hielt Wanner fest. Die Ortsdosisleistung habe wegen des Brandes Werte bis 12 Millisievert pro Stunde erreicht und sinkt nun wieder auf Werte unter 0,3 Millisievert.

Bei den Reaktoren seien punktuell bis zu 100 Millisievert gemessen worden, was auf eine schwere Kontamination des Anlage-Areals schliessen lasse. Für das Personal sei dies sehr gefährlich. Kontaminationen von Menschen seien nicht mehr auszuschliessen.

Auch bei der Bekämpfung des Brandes im Lagerbecken für Brennelemente dürfte das Personal einer erheblichen Belastung von Strahlung ausgesetzt worden sein. Die hoch radioaktiven Brennelemente seien nicht mehr mit Wasser bedeckt.

Dass im Umkreis von 30 Kilometer alle Einwohner in ihren Häusern bleiben sollen, beurteilt das ENSI als angemessen. Die Anlagen in Fukushima 2 und Onagawa sind nach Angaben des ENSI unter Kontrolle.

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SDA-ATS