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Das Bahnunglück im Oberwallis 2010 ist definitiv auf menschliches Versagen zurückzuführen: Der am Donnerstag publizierte Abschlussbericht des Bundes bestätigt damit kurz nach dem Unfall präsentierte Untersuchungsergebnisse.

Eine Woche nach dem Unglück präsentierte die Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe des Bundes (UUS) erste Ergebnisse ihrer Untersuchungen. Dabei kamen die Fachleute zum Schluss, dass der Lokomotivführer des "Glacier Express'" zu früh beschleunigt hatte. Dadurch entgleisten drei Waggons, wobei die beiden hintersten Wagen des Panoramazuges umkippten.

Im Abschlussbericht wird nun definitiv ausgeschlossen, dass andere Gründe wie die Geologie des Untergrundes, Wettereinflüsse, die Lage der Geleise, Verwerfungen der Geleise oder das Rollmaterial für den Unfall mitverantwortlich sind.

Spätere Vorwürfe entkräftet

Auch später geäusserte Vorwürfe aus Kreisen der Lokomotivführer gingen die Fachleute der UUS nach. Anschuldigungen, die Lokführer stünden unter einem zu grossen Zeitdruck oder der Fahrplan sei zu dicht, bestätigten sich aber laut Expertenbericht nicht.

Ebenso wenig liessen sich Gerüchte erhärten, es habe interne Anweisungen gegeben, die Lokführer sollten schneller als erlaubt fahren, um den Fahrplan einzuhalten.

Hingegen gab die UUS in ihren Abschlussbericht gewisse Sicherheitsempfehlungen ab - etwa der Einbau eines Bahnsicherungssystems, mit dessen Hilfe die Geschwindigkeit permanent überprüft werden kann.

Lokführer weiter bei der Bahn beschäftigt

In einem Communiqué äusserte sich die Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) zum publizierten Abschlussbericht. Sie sprach erneut ihr Bedauern darüber aus, dass die zu frühe Beschleunigung zu dem Unglück führte. Zudem hiess es, der für den Unfall verantwortliche Lokführer ist weiterhin bei der MGBahn beschäftigt - allerdings in einer anderen Funktion.

Der im Oberwallis verunfallte "Glacier Express" war Mitte Juli 2010 kurz vor Mittag mit ungefähr 210 Passagieren von Brig her in Richtung Bündnerland unterwegs, als sich im Goms zwischen Lax und Fiesch der Unfall ereignete.

Dabei kam eine 64-jährige Japanerin aus Osaka ums Leben. Insgesamt wurden 40 Menschen verletzt in Spitäler gebracht. Die meisten stammten aus Japan.

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SDA-ATS