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Lebenslänglich für Argentiniens letzten Junta-Chef Bignone

In Argentinien ist der letzte Chef der früheren Militärjunta, Reynaldo Bignone, zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Ein Bundesgericht in San Martin nördlich von Buenos Aires sprach den 85-jährigen Ex-General am Donnerstag einer Reihe von Menschenrechtsverbrechen schuldig.

Bignone war erst im vergangenen Jahr zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Er stand von 1982, nach Ende des Falklandkriegs, bis zur Rückkehr der Demokratie 1983 an der Spitze der Militärdiktatur in Argentinien. Unter den seit 1976 herrschenden Militärmachthabern wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen in Argentinien insgesamt 30'000 Menschen getötet oder verschwanden spurlos.

Eine Amnestie-Regelung des damaligen Präsidenten Carlos Menem wurde im Jahr 2005 wieder aufgehoben. Seither hat die argentinische Justiz mehr als 200 Mitglieder der Militärführung verurteilt. Insgesamt wurden Verfahren gegen 800 ehemalige Militärs oder Polizisten eröffnet.

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