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Der italienische Senator der rechtspopulistischen Oppositionspartei Lega Nord, Roberto Calderoli, hat mit Äusserungen über Italiens erste schwarze Ministerin eine Welle der Empörung ausgelöst.

Bei einer Veranstaltung mit Lega-Anhängern betonte Calderoli, die italienisch-kongolesischen Integrationsministerin Cecile Kyenge sehe wie ein "Orang-Utan" aus.

"Wenn ich Kyenge sehe, muss ich an einen Orang-Utan denken", meinte Calderoli. Der Lega-Nord-Politiker wurde für seine Aussage auch innerhalb der eigenen Partei kritisiert . Ministerpräsident Enrico Letta bezeichnete Calderolis Aussagen als "unannehmbar" und drückte seine volle Solidarität mit der verunglimpften Ministerin aus.

Kyenge betonte, sie bedauere Calderolis Attacke. "Politische Diskussionen dürften nicht in persönliche Angriffe entarten", erklärte die Ministerin.

Calderoli dagegen versuchte seine Beleidigungen herunterzuspielen. "Meine Worte sind aus dem Zusammenhang gerissen worden. Ich habe lediglich behauptet, dass Kyenge eine gute Ministerin wäre, allerdings in ihrer Heimat Kongo", sagte Calderoli.

Er ist als Provokateur bekannt. Im Jahr 2006 hatte Calderoli wegen islamfeindlicher Hetze als Reformminister der damaligen Regierung Silvio Berlusconi zurücktreten müssen.

Die 49-jährige Kyenge, eine aus der Demokratischen Republik Kongo stammende Augenärztin, ist seit ihrem Amtsantritt als Ministerin im April Zielscheibe zahlreicher rassistischer Angriffe. Die Lega Nord ereifert sich vor allem über ihren Plan, in Italien geborenen Kindern von Immigranten automatisch die italienische Staatsbürgerschaft zu verleihen, statt damit wie bisher bis zu ihrem 18. Lebensjahr zu warten.

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SDA-ATS