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Lehrerbildung: Luzern zeigt Zentralschweiz die kalte Schulter

Dieser Inhalt wurde am 10. Mai 2010 - 15:24 publiziert
(Keystone-SDA)

Luzern - Die kantonsübergreifende Zusammenarbeit in der Zentralschweiz erhält einen Riss: Luzern steigt definitiv aus der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) aus und wird seine Lehrer künftig im Alleingang ausbilden.
Der Kantonsrat hiess die von der Regierung beantragte Kündigung des PHZ-Konkordates für Juli 2013 mit 97 zu 0 Stimmen gut. Ausschlaggebend für den Schritt sind nicht pädagogische, sondern finanzielle Gründe.
Die PHZ besteht gemäss dem heute geltenden, 2002 in Kraft getretenen Konkordat aus drei teilautonomen Schulen in Luzern, Goldau SZ und Zug. Mit über 1200 Studentinnen und Studenten ist Luzern deutlich grösser als die anderen Standorte, die zusammen weniger als 400 angehende Lehrkräfte ausbilden.
Luzern stuft diese Lösung als zu teuer ein. Für Angela Pfäffli (FDP), Sprecherin der vorberatenden Kommission, sind die drei Standorte das "Kernproblem". Drei Schulen mit einem gleichartigen Angebot führten zu einer unnötigen Konkurrenz und erschwerten die Führung der Gesamtschule.
Zudem hat Luzern als grösster Zahler relativ wenig Einfluss auf die PHZ. Luzern zahlt zwar 60 Prozent der Kosten, hat aber nur eine von sechs Stimmen im Konkordatsrat.
Wie die Regierung, so ist auch der Kantonsrat der Ansicht, dass die vom Konkordatsrat vorgeschlagenen Reformen zu wenig weit gehen, dies weil an den drei Standorten festgehalten werden soll. Eine künstliche Strukturerhaltung gehe zu Lasten Luzerns, sagte Trix Dettling (SP).

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