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Der französische Regisseur Leos Carax ist in den Nuller Jahren weitgehend aus dem Filmgeschäft verschwunden. Mit seinem jüngsten Werk "Holy Motors" meldete er sich in Cannes zurück - und erhält jetzt am Festival del film Locarno den Ehrenleopard.

Carax sei einer "der grössten Autoren des weltweiten Filmschaffens", erklärte Olivier Père, künstlerischer Leiter des Festivals, in einem Communiqué vom Donnerstag. "Holy Motors" würdigte er als einen "der schon jetzt besten Filme des Jahres." Die rasende Fahrt bringe verblüffende Gefühle und Visionen hervor.

Das jüngste Werk von Leos Carax wird in Locarno ebenso gezeigt wie die vier älteren Spielfilme "Boy Meets Girl" (1984), "Mauvais sang" (1986), "Les Amants du Pont-Neuf" (1991) und "Pola X" (1999). Auch der Kollektivfilm "Tokyo!", zu dem Carax 2008 die Episode "Merde" beisteuerte, steht auf dem Programm.

Carax schuf mit "Les Amants du Pont-Neuf" mit Juliette Binoche und Denis Lavant einen Kultfilm der frühen 90er Jahre, wobei der Kassenerfolg vorerst ausblieb. Auch "Pola X" mit Guillaume Depardieu wurde zu einem kommerziellen Misserfolg.

Grosses Comeback

Anschliessend folgte der partielle Rückzug von Carax aus dem Filmgeschäft. Das Jahr 2012 markiert das "grosse Comeback" des heute 51-Jährigen als Regisseur, wie das Festival del film schreibt. Die 65. Ausgabe der Grossveranstaltung im Tessin findet vom 1. bis 11. August statt.

Der Ehrenleopard des Festivals wird seit 24 Jahren an "einzigartige Persönlichkeiten des zeitgenössischen Filmschaffens" verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören die Regisseure Bernardo Bertolucci, Ken Loach, Jean-Luc Godard, William Friedkin, Alain Tanner und der 2011 geehrte Abel Ferrara.

SDA-ATS