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Menschen stehen Schlange vor einem Wahllokal in Semonkong, Lesotho. Das Land mit gut zwei Millionen Einwohnern ist seit 1966 von Grossbritannien unabhängig.

Keystone/AP/Themba Hadebe

(sda-ats)

Im Königreich Lesotho im Süden Afrikas haben am Samstag vorgezogene Parlamentswahlen begonnen. Es ist bereits die dritte Parlamentswahl innerhalb von fünf Jahren in dem politisch instabilen Land. Beobachtern zufolge zeichnet sich erneut eine Mehrparteienkoalition ab.

Die Neuwahl war notwendig geworden, weil der bisherige Regierungschef Pakalitha Mosisili von der Demokratischen Kongresspartei im März ein Misstrauensvotum verloren hatte. Die Beobachter erwarten ein knappes Rennen zwischen seiner Partei und der des früheren Premiers Thomas Thabane, der nach einem Militärputsch 2014 vorübergehend ins Ausland geflüchtet war.

Um die 120 Mandate in der parlamentarischen Monarchie konkurrieren 1365 Kandidaten von 27 Parteien. Internationale Wahlbeobachter überprüfen die Stimmabgabe in den landesweit 3000 Wahllokalen. Letztere schliessen um 17.00 Uhr (MESZ). Mit Ergebnissen wird erst in einigen Tagen gerechnet.

Von Lesothos zwei Millionen Einwohnern sind 1,2 Millionen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung war zuletzt deutlich zurückgegangen: von 66 Prozent bei den Wahlen 2002 auf 46 Prozent im Jahr 2015.

Lesotho, das frühere Basutoland, ist seit 1966 unabhängig von Grossbritannien. Es gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Probleme bereiten die hohe Arbeitslosigkeit sowie die grosse Zahl an HIV-Infektionen.

König Letsie III., der formal die Monarchie regiert, besitzt keine politische Macht. Lesotho, das flächenmässig kleiner ist als die Schweiz, ist vollständig vom Territorium des Staates Südafrika umschlossen.

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SDA-ATS