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Ist froh, dass die Familie endlich Gewissheit hat über das Schicksal des seit 1942 vermissten Ehepaars Dumoulin: Pfarrer Jean Varone an der Beerdigung in Savièse.

KEYSTONE/EPA KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN

(sda-ats)

Die Einwohner von Savièse haben dem tot auf dem Tsanfleuron-Gletscher gefundenen Paar die letzte Ehre erwiesen. Die Kirche in der Walliser Gemeinde war am Samstag voll.

Marcelin und Francine Dumoulin waren seit dem 15. August 1942 vermisst worden - am 13. Juli 2017 hat ein Pistenbully-Fahrer auf dem Tsanfleuron-Gletscher die sterblichen Überreste der beiden entdeckt.

"Das ist der schönste Tag meines Lebens", sagte eine der Töchter am Samstag an der Beerdigung. Sie habe immer dafür gebetet, dass ihre Eltern gefunden und bestattet werden können. Auch die zweite noch lebende Tochter nahm an der Zeremonie teil. Die anderen fünf Kinder des Paars sind inzwischen verstorben.

Pfarrer Jean Varone bezeichnete es als "aussergewöhnlichen Anlass", Menschen zu bestatten, die bereits vor 75 Jahren verstorben sind. Aber ein Dreivierteljahrhundert nach dem Verschwinden könne die Familie endlich aufhören, sich Fragen nach dem Schicksal der beiden zu stellen.

Bilder gingen um die Welt

Der Fund vom Donnerstag vergangener Woche hatte international für Schlagzeilen gesorgt - das Bild der Wanderschuhe mit genagelten Sohlen sowie der Flasche aus Glas auf dem Gletscher ging um die Welt.

Ihre Eltern seien von Chandolin bei Savièse VS aus zu Fuss aufgebrochen, um das Vieh auf der Alp im Kanton Bern zu füttern, sagte eine Tochter zu "Le Matin". Der Tsanfleuron-Gletscher war früher eine viel benutzte Fussverbindung zwischen dem Wallis und dem Kanton Bern.

Das Paar konnte durch DNA-Analysen der Gerichtsmedizin identifiziert werden. Es ist laut Walliser Kantonspolizei wahrscheinlich Opfer eines Bergunfalls geworden. Der Vater starb im Alter von 40 Jahren, die Mutter war 37-jährig.

Bei den vom Gletscher frei gegebenen Leichen wurden auch persönliche Gegenstände wie ein Rucksack, eine Uhr und ein Buch gefunden. Die Walliser Kantonspolizei führt eine Liste der Personen, die seit 1925 in den Bergen oder in Gewässern als vermisst gelten und konnte so den Fund abgleichen.

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SDA-ATS