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Leuthard: Die SDA hat eine grosse Bedeutung für die Medienvielfalt

Bundesrätin Doris Leuthard betont, dass die sda eine grosse Bedeutung für die Medienvielfalt in der Schweiz hat. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Medienministerin Doris Leuthard ist besorgt über die Situation bei der Nachrichtenagentur SDA. In einem Interview sagte die Bundesrätin, die SDA habe eine grosse Bedeutung für die Medienvielfalt.

Der Bund sei ein guter Kunde der SDA und kaufe Produkte ein, die die SDA in hoher Qualität produziere. Sehr wichtig sei die SDA auch für kleinere Verleger, die sich keine eigenen Redaktoren für die Ausland-, Kultur- und Sportseiten leisten könnten.

Die SDA sei jedoch eine private Aktiengesellschaft, sagte die Bundesrätin im Interview, welches in der "Aargauer Zeitung" und der "Südostschweiz" erschienen ist. Der Bund könne eine kleine Unterstützung über das Sprachengesetz leisten. Zudem solle die SDA künftig eine Unterstützung für die Bereitstellung audiovisueller Inhalte erhalten.

Die geplante Förderung der SDA mit 2 Millionen Franken halte der Bund für sinnvoll. Die audiovisuellen Beiträge der SDA hülfen den lokalen Radio- und TV-Betreibern, den digitalen Wandel zu bewältigen. Das letzte Wort in dieser Frage habe aber Parlament.

Der Bundesrat habe sich an seiner letzten Sitzung über die Lage der SDA ausgetauscht. Sie gehe davon aus, dass die Parteispitzen das Thema an den Von-Wattenwyl-Gesprächen aufgreifen werde, sagte Leuthard. Primär sei die sda aber Sache der privaten Verleger. Sie müssten die Probleme lösen.

Auf die Frage, ob der Markt im Medienbereich noch funktioniere, sagte Leuthard, das sei nur beschränkt der Fall. Die indirekte Presseförderung leiste einen gewissen Beitrag zum Erhalt der Medienvielfalt. Doch die Herausforderungen für die Verleger im Online seien enorm.

Die Verleger hätten jedoch auch Fehler begangen. So sei es falsch gewesen, Gratisprodukte auf den Markt zu bringen. Eine publizistische Leistung könne nie gratis sein. Viele Jugendliche hätten sich an diese Mentalität gewöhnt. Die Printmedien müssten neue Geschäftsmodelle und Kooperationen entwickeln, sagte Leuthard in dem Interview.

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