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Libyens Top-Fussballer zeigen Gaddafis Regime die rote Karte

Herber Rückschlag für das Regime von Oberst Muammar al-Gaddafi in Libyen: 16 libysche Spitzenfussballer und ein Top-Trainer sind zu den Aufständischen übergelaufen.

In einem Hotel in Dschadu im Rebellengebiet im westlichen Nafusa-Gebirge verurteilten sie am Samstag Gaddafi mit scharfen Worten. "In 42 Jahren hat er nichts für Libyen getan. (...) Er möge uns allein lassen, damit wir ein freies Libyen aufbauen können", erklärte der Torhüter der Nationalelf, Dschuma Gtat, einem BBC-Reporter.

Fussball ist in Libyen - wie in anderen nordafrikanischen Ländern auch - äusserst populär. Unter den Überläufern sind vier Spieler der Nationalmannschaft sowie Adel bin Issa, der Trainer des Erstligisten Al-Ahly aus der Hauptstadt Tripolis, heisst es in dem BBC-Bericht weiter.

Sie schlugen sich durch die Fronten in das Rebellengebiet durch, das 90 Kilometer südlich von Tripolis beginnt und bis zur tunesischen Grenze reicht.

Vor den Fussballern haben sich bereits zahlreiche andere Persönlichkeiten aus Politik, Streitkräften und Polizei von Gaddafi abgesetzt. Die Prominentesten sind Aussenminister Mussa Kussa und Ölminister Schukri Ghanim, die im März beziehungsweise Mai das Land verlassen haben.

Staatsmedien: NATO tötet erneut Zivilisten

Das staatliche libysche Fernsehen beschuldigte am Samstag die NATO, bei einem Luftangriff auf die östliche Ölstadt Brega 15 Zivilisten getötet zu haben. Die Angaben liessen sich nicht überprüfen.

In der Vergangenheit hatte das Bündnis bei derartigen Anschuldigungen aus Tripolis darauf beharrt, dass es sich bei den Angriffszielen um militärische Kommandozentralen gehandelt habe.

Nur in einem Fall - vor knapp einer Woche - räumte die NATO ein, dass eine ihrer Bomben irrtümlich ein Wohnhaus in Tripolis getroffen habe. Brega liegt unweit der Front zwischen Gaddafis Truppen und Milizen der Aufständischen.

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