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Liechtenstein fast am Ziel: Zwölf Steuerabkommen ausgehandelt

Dieser Inhalt wurde am 26. Oktober 2009 - 18:11 publiziert
(Keystone-SDA)

Vaduz - Liechtenstein hat das Ziel, zwölf Abkommen über den Informationsaustausch in Steuerfragen abzuschliessen, mit zwei weiteren Vereinbarungen erreicht. Der Kleinstaat erfüllt damit die Voraussetzungen, um von der grauen OECD-Liste der Steueroasen wegzukommen.
Die beiden Abkommen Nummer elf und zwölf wurden mit Belgien sowie dem Antillenstaat Antigua und Barbuda abgeschlossen. Die Verträge über die erweiterte Amtshilfe beim Informationsaustasuch in Steuersachen nach dem OECD-Musterabkommen gelten ab dem Steuerjahr 2010, wie die Kommunikationsstelle der Regierung in Vaduz mitteilte.
Informationen auf begründete Anfrage werden nicht nur bei Steuerbetrug, sondern auch bei Steuerhinterziehung erteilt. Laut dem Liechtensteiner Regierungschef Klaus Tschütscher sollen die Abkommen so bald wie möglich unterzeichnet werden, damit das Fürstentum von der grauen OECD-Liste der so genannten unkooperativen Steueroasen gestrichen wird.
Liechtenstein will die internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen auch nach der Streichung von der Grauen OECD-Liste weiterführen. Gespräche und Verhandlungen sind im Gang mit Italien, den Niederlanden, Australien und den nordischen Ländern. Zudem will die Regierung mit EU-Mitgliedstaaten Verhandlungen den Abschluss von Doppelbesteuerungsabkommen aufnehmen.
Die Schweiz hat die OECD Ende September von der Grauen Liste genommen und auf die Weisse gesetzt. Dafür mussten zwölf Doppelbesteuerungsabkommen auf der Basis des OECD-Musterabkommens abgeschlossen werden.

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