Navigation

Liechtensteiner Banken verlieren immer noch Kundengelder

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 12:14 publiziert
(Keystone-SDA)

Vaduz FL - Die Erholung an den Börsen hat im Fürstentum Liechtenstein wieder einen Wachstumsschub bei den Kundenvermögen ausgelöst. Die Banken allerdings leiden noch immer unter Geldabflüssen. Sieben Milliarden Franken netto waren es 2009.
Die auf dem Finanzplatz Liechtenstein verwalteten Kundenvermögen stiegen vergangenes Jahr um 17 Prozent auf total 261,6 Mrd. Franken, wie die Finanzmarktaufsicht (FMA) in Vaduz bekanntgab. Im Vorjahr waren die Vermögen um 19 Prozent gesunken.
Der Hauptanteil der Gelder liegt auf den Banken, deren Kundenvermögen um zehn Prozent auf 172,5 Mrd. Fr. kletterten. Das Wachstum ist allein auf die positive Marktentwicklung an den Börsen zurückzuführen.
Nach wie vor leiden die Banken unter Netto-Abflüssen von Kundengeldern. Sie beliefen sich letztes Jahr auf 7 Mrd. Fr. nach 5,3 Mrd. Fr. im Vorjahr. Die FMA sieht als Grund für den Verlust die internationale Steuerdebatte. Der neuerliche Abfluss konzentriert sich auf die drei grössten Banken LGT, Landesbank und VP Bank. Die kleineren Institute registrierten Zuflüsse.
Hohe Zuwachsraten verzeichnete die Fonds- und Versicherungssparte. Das Kundenvermögen bei den Fonds erhöhte sich um 41 Prozent auf 37,3 Mrd. Franken, bei den Versicherungen um 38 Prozent auf 25,9 Mrd. Franken. Die Prämieneinnahmen konnten die Versicherer um 51 Prozent auf 9 Mrd. Fr. hochschrauben.
FMA-Chef Mario Gassner gab sich im Hinblick auf die Entwicklung vorsichtig optimistisch. Er verwies auf die Stabilität des Finanzplatzes und die im internationalen Vergleich hohe Eigenkapitalausstattung der Finanzinstitute. Die Risiken der globalen Wirtschafts- und Finanzsysteme seien jedoch wegen der Verschuldung ausländischer Staaten weiterhin hoch.
FMA-Aufsichtsratspräsident Michael Lauber sagte, die Finanzkrise habe eine weltweite Debatte über die Regulierung und Beaufsichtigung der Märkte in Gang gesetzt. In der Aufsicht werde die Befolgung internationaler Standards vorangetrieben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?