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Bielefeld - Die Belastung von Tierfutter mit Dioxin in Deutschland geht offenbar auf leichtfertiges Handeln eines beteiligten Unternehmens zurück. Gegen die Firma wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
"Wir waren leichtfertig der irrigen Annahme, dass die Mischfettsäure, die bei der Herstellung von Biodiesel aus Palm-, Soja- und Rapsöl anfällt, für die Futtermittelherstellung geeignet ist," sagte der Geschäftsführer des Futterfett-Lieferanten Harles & Jentzsch, Siegfried Sievert, dem "Westfalen-Blatt" vom Dienstag.
Das belastete Tierfutter wurde bundesweit an Legehennen, Puten, Schweine und Ferkel verfüttert. Bundesweit wurden deshalb vorsichtshalber über 1000 Tiermastbetriebe geschlossen, vornehmlich in Niedersachsen.
Wie ein Sprecher des Bundesamtes für Konsumentenschutz und Lebensmittelsicherheit der Zeitung sagte, war das verwendete Mischfett eigentlich klar für den technischen Gebrauch gekennzeichnet. Dadurch sei auch klar gewesen, dass die Ware nur für die technische Industrie geeignet gewesen sei, etwa für die Herstellung von Schmiermitteln.
Ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums hatte am Montag gesagt, die Verwendung von Produktionsrückständen als Tierfutter sei erlaubt. Bislang sei unklar, wie es zur Verseuchung mit Dioxin gekommen sei.
Harles & Jentzsch lieferte das mit Dioxin belastete Futterfett nach Angaben des Bundesamtes an insgesamt zwölf Futtermittelbetriebe in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Sachsen-Anhalt. Diese hätten es bei der Herstellung von Tierfutter verwendet, das wiederum an Bauernhöfe in fünf Bundesländern verkauft worden sei.
Schweiz informiert
Die zuständigen Schweizer Stellen seien umgehend von dem Alarmystem der EU gewarnt worden, welches für solche Fälle vorgesehen ist, hiess es beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf Anfrage. Das BAG habe keine Kenntnisse davon, dass Dioxin belastete Eier, Fleisch oder Futtermittel in die Schweiz gelangt seien.

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SDA-ATS