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Zum 14. und letzten Mal steht Lindsey Vonn am Mittwoch am Start eines Olympia-Rennens. In der Abfahrt will die 33-Jährige mit dem Gewinn ihrer zweiten Goldmedaille nach 2010 ein Ausrufezeichen setzen.

Es war ungewöhnlich ruhig um Lindsey Vonn in den ersten anderthalb Olympia-Wochen. Ihre erste Chance, sich in den sportlichen Mittelpunkt zu rücken, vergab die extravagante Vermarktungskünstlerin am Samstag im Super-G mit einem Schnitzer im untersten Teil. Und mit Ester Ledecka stahl ihr eine die Show, die sich mit ihrem Coup schlagartig aus der Anonymität der Snowboarderinnen katapultierte.

Lindsey wäre aber nicht Lindsey, hätte sie sich nicht mit ein paar amüsanten Schlagzeilen abseits der Pisten zu behelfen gewusst. Mit einem Aufruf für ein Date am Valentinstag via Twitter und einer Pressekonferenz, zu der sie wie immer mit ihrem Hund Lucy erschien, füllte die Amerikanerin, die ihren Single-Status öffentlich zelebriert, die olympischen Klatschspalten zuverlässig. Nun will sie aber noch einmal skifahrerisch glänzen. "Ich will meiner Karriere ein Ausrufezeichen hinzufügen", sagte sie vor ihrem finalen Olympiarennen in der Nacht auf Mittwoch. Ihr Fokus liegt deshalb seit einigen Tagen wieder auf den Pisten. Aufsehenerregende Tweets lässt sie bis auf Weiteres bleiben, auch weil ihr kritische Äusserungen über das US-Regime kürzlich einen Shitstorm aus der erzkonservativen Ecke eingebracht hatten.

Bereit für ein letztes olympisches Halleluja

Trotz diverser Verletzungen und Operationen in den letzten Jahren scheint ein letztes olympisches Halleluja durchaus realistisch. Lindsey Vonns Form-Timing stimmt. In den letzten zwei Abfahrten vor den Spielen feierte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 in Garmisch-Partenkirchen einen Doppelsieg, auch die drittletzte Abfahrt hatte sie in Cortina d'Ampezzo gewonnen. Kommt hinzu, dass ihr der Kurs in der Pampa von Jeongseon behagt. Im ersten, wenn auch nicht allzu aussagekräftigen Training distanzierte die Rekord-Weltcupsiegerin die Gegnerinnen deutlich, im zweiten war sie Dritte, und vor einem Jahr belegte sie bei der Hauptprobe am Olympia-Hang den 2. Platz hinter Sofia Goggia.

Zusätzlich unter Druck fühlt sich Lindsey Vonn vor ihrem letzten Mal nicht. "Klar, ich will gewinnen und dafür gebe ich 110 Prozent. Aber egal, wie es kommt, ich bin happy. Allein die Tatsache, hier zu sein, ist viel schöner, als die Spiele vom Sofa aus verfolgen zu müssen wie vor vier Jahren." Beweisen muss die Frau aus Minnesota mit Wohnort Vail niemandem mehr etwas. "Ich hatte eine grossartige Karriere, auch wenn es mit der Medaille nicht klappen sollte", sagt sie. Sie ist die Athletin mit den meisten Weltcupsiegen überhaupt, gewann schon eine Olympia-Goldmedaille, zwei Weltmeistertitel und viermal den Gesamtweltcup. "Das alles macht mich extrem stolz."

Svindal und Federer machen es vor

Nach mehr als 17 Jahren im Weltcup und Stürzen zuhauf ist ihr Körper gezeichnet. Motivation, Siegeswillen und die Bereitschaft zum Risiko sind aber ungebrochen. "Ich liebe das Skifahren und den Wettkampf. Das ist meine Bestimmung." An ihren Worten der letzten Monate hielt sie aber fest: "Das sind meine letzten Olympischen Spiele. Ich bin alt." Mit 33 Jahren und 126 Tagen würde sie zur ältesten Olympiasiegerin in einer Alpin-Disziplin aufsteigen (vor Michaela Dorfmeister, 32/332).

Dass das noch lange kein biblisches Sportler-Alter ist, beweisen zwei ihrer Idole: Aksel Svindal siegte am Donnerstag in der Abfahrt als 35-Jähriger, in der Tennis-Weltrangliste erklomm Roger Federer mit 36 Jahren noch einmal den Thron.

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SDA-ATS