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Andres Manuel López Obrador wird laut einer Nachwahlbefragung der nächste Präsident Mexikos.

KEYSTONE/AP/MARCO UGARTE

(sda-ats)

Mexiko bekommt voraussichtlich einen linken Präsidenten. Einer Nachwahlbefragung des Instituts Parametria am Sonntag (Ortszeit) zufolge kommt der ehemaligen Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Andres Manuel López Obrador, auf 53 bis 59 Prozent der Wählerstimmen.

Sein Rivale Ricardo Anaya kann demnach als Zweitplatzierter lediglich mit 19 bis 25 Prozent der Stimmen rechnen. Das offizielle Ergebnis wird erst in einigen Stunden erwartet.

PAN-Kandidat Ricardo Anaya kam demnach auf 27 Prozent, der Kandidat der amtierenden Regierungspartei PRI, José Antonio Meade, erreichte 22 Prozent.

Anaya und Meade gestanden ihre Niederlage kurz nach Bekanntgabe der ersten Umfrage ein. Die Tendenzen seien nicht günstig, sagte Meade bei einer Pressekonferenz. "Weil ich an die Demokratie glaube, weil ich Demokrat bin, zeigen mir die Ergebnisse, dass die Tendenz zu Andrés Manuel López Obrador geht", sagte Anaya vor Unterstützern.

López Obrador wäre der erste linksgerichtete Präsident seit Jahrzehnten in Lateinamerikas zweitgrösster Volkswirtschaft. Der 64-jährige blieb bei den Details seiner politischen Pläne bisher vage. Er versprach einen Bruch mit den etablierten Parteien, den Abbau sozialer Ungleichheit, höhere Löhne und bessere Sozialleistungen. Zugleich will er die Staatsausgaben im Zaum halten.

Erste Gratulanten aus dem Ausland

Der Wahlkampf war überschattet von der Ermordung von mehr als 100 Politikern, die mutmasslich Drogenbanden zum Opfer fielen. Amtsinhaber Enrique Pena Nieto darf laut Verfassung nicht erneut antreten.

Rund 89 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Die Präsidentschaft dauert sechs Jahre, eine zweite Wahlrunde gibt es nicht.

US-Präsident Donald Trump gratulierte umgehend dem linken Kandidaten Andres Manuel Lopez Obrador zum Sieg bei der Präsidentschaftswahl in Mexiko. "Ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten", twitterte Trump am Sonntagabend (Ortszeit). "Es gibt viel zu tun, von dem sowohl die Vereinigten Staaten als auch Mexiko profitieren werden!"

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