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Der Linksnationalist Ollanta Humala hat sich zum Sieger der Präsidentschaftswahl in Peru erklärt. Humalas Vorsprung auf seine Widersacherin in der Stichwahl, die rechtskonservative Keiko Fujimori, war knapp.

Allerdings gelten die ländlichen Gebiete, in denen die Stimmauszählung am Montag noch nicht abgeschlossen war, als Bastionen Humalas.

Noch vor Auszählung aller Stimmen sagte der 48-jährige Humala am späten Sonntagabend (Ortszeit) vor Journalisten in Lima: "Wir haben die Präsidentenwahl gewonnen". Anschliessend machte sich der ehemalige Armeeoffizier auf zu seinen Anhängern, um mit ihnen "den Sieg zu feiern".

Nach Auszählung von 86 Prozent der abgegebenen Stimmen lag Humala bei 51,18 Prozent und Fujimori bei 48,81 Prozent, wie die Wahlkommission in Lima mitteilte.

Eine Sprecherin betonte, dass zunächst vor allem die grossen Städte ausgezählt worden seien. Die 36-jährige Fujimori wollte vor einer Reaktion das amtliche Endergebnis abwarten.

Humala hatte im Wahlkampf davor gewarnt, die Zeit der "Diktatur" unter dem Vater seiner Konkurrentin, Alberto Fujimori, zu vergessen.

Bei einem Wahlsieg Fujimoris befürchteten ihre Gegner, sie könnte versuchen, die Freilassung ihres Vaters zu erreichen, der wegen schwerer Menschenrechtsvergehen und Korruption während seiner Amtszeit als Staatschef zwischen 1990 und 2000 eine 25-jährige Haftstrafe verbüsst.

Humala, Oberstleutnant im Ruhestand, hatte in den 1990er Jahren die Guerilla bekämpft und war später an einer Militärrevolte gegen Präsident Fujimori beteiligt. Unterstützt wurde er unter anderem vom früheren Präsidenten Alejandro Toledo ((2001-2006) und vom Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa.

Keine Mehrheit im Parlament

Humala verstand es, sich zunehmend von seinem Image als grosser Bewunderer des venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez zu lösen. Stattdessen präsentierte er sich als gemässigter Politiker und Anhänger des früheren brasilianischen Präsidenten Luis Inácio Lula da Silva.

Im Ein-Kammer-Parlament wird es eine Regierung unter Humala schwer haben. Sein Bündnis Gana Perú (Peru gewinnt) verfügt dort nur über 47 von 130 Mandaten.

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SDA-ATS