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Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) ist bei der Schliessung ihrer Schweizer Tochter LLB (Schweiz) einen Schritt weiter. Wie sie am Mittwoch mitteilte, verkauft sie die Filiale in Lugano an die PKB Privatbank. Die Transaktion soll Ende Jahr abgeschlossen sein.

Über den Verkaufspreis gaben die Partner nichts bekannt. Die Zweigniederlassung Lugano kam gemäss LLB-Angaben auf ein Geschäftsvolumen von rund 2 Mrd. Franken. Neben dem Verkauf der Filiale Lugano ist die Schliessung der LLB (Schweiz) überall auf Kurs und das Institut stellt seine Banktätigkeit Ende 2013 ein.

Die PKB Privatbank mit Stammsitz in Lugano übernimmt alle 26 Beschäftigten der Filiale. In den kommenden Wochen kontaktiert die LLB alle Kunden und bereitet die Migration vor.

Die LLB bleibt mit zwei Standorten in der Schweiz, nämlich in Genf und neu in Erlenbach ZH. Dort beschäftigt sie früheren Angaben zufolge 30 Angestellte. Die beiden Standorte befassen sich mit dem Markt in Zentral- und Osteuropa.

Steueruntersuchungen in den USA

Die LLB (Schweiz) gehört zu jenen 14 Instituten, gegen die in den USA eine Untersuchung wegen der Entgegennahme von unversteuerten Kundengeldern läuft.

In diesem Zusammenhang nahm die LLB Rückstellungen von 47 Mio. Fr. vor. Für den liechtensteinischen Teil des Instituts einigte sie sich bereits mit den US-Behörden, wie die Bank Ende Juli bekanntgab.

Der Löwenanteil des ausgehandelten Zahlung von 23,8 Mio. Dollar entfällt auf die zwischen 2001 und 2012 erzielten Bruttoerträge der LLB Vaduz aus Geschäften mit steuerlich nicht deklarierten Vermögen amerikanischer Kunden. Sie beläuft sich auf 16,3 Mio. Dollar. Hinzu kommt eine Entschädigung von 5,5 Mio. Dollar für entgangene Steuereinnahmen.

Die LLB ist nach verwaltetem Vermögen die zweitgrösste Bank Liechtensteins hinter der LGT, die im Besitz der Fürstenfamilie ist.

Die PKB Privatbank beschäftigt nach eigenen Angaben rund 240 Personen. Sie ist auf Private Banking spezialisiert und unterhält neben dem Luganeser Hauptsitz Niederlassungen in Bellinzona, Genf und Zürich. In Mailand, auf Antigua und in Panama hat sie Töchter. Die Bank verwaltete Ende Juni rund 13 Mrd. Franken.

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SDA-ATS