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Montreux VD - Jean-Claude Doriot, Mitglied der Exekutive von Montreux, tritt per sofort zurück. Er habe seinen Entschluss zum Wohle der Gemeinde gefasst, teilte er am Montag mit. Doriot war wegen Vorteilsannahme zu einer bedingten Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt worden.
Die Stadtregierung von Montreux nahm den Rücktritt ihres Mitgliedes mit Erleichterung zur Kenntnis: Doriot handle im Interesse der Institutionen. Nach zwei Jahren der Unruhe könne nun definitiv ein Schlussstrich gezogen werden, teilte die Stadtregierung mit.
Der 58-jährige Doriot, der Rekurs gegen das Urteil eingelegt hatte, will seine "ganze Energie" in seine Verteidigung investieren. Er werde aufzeigen, dass er weder gestohlen noch die Bevölkerung von Montreux hinters Licht geführt habe, begründete er seien Entscheid in einem Communiqué. Er habe aus freien Stücken sein Amt niedergelegt, "ohne Druck und unabhängig vom Urteil".
Der für Planung und Bau zuständige Doriot hatte von einem befreundeten Architekten ein zinsloses Darlehen von 115'000 Franken entgegengenommen. Zudem arrangierte er mit seiner damaligen Freundin Schmiergeldzahlungen. Von seiner Partei, der SP, war Doriot schon vor dem Urteil ausgeschlossen worden.
Nach der Urteilsverkündung vor zehn Tagen sprach Doriot von einem Komplott. Er kündigte den Weiterzug des Urteils an. Einen Rücktritt aus der Exekutive lehnte er zu diesem Zeitpunkt noch ab.
Für die Regelung von Doriots Nachfolge werden die Wahlberechtigten noch vor den regulären Kommunalwahlen am 13. März 2011 an die Urnen gebeten. Der Grund: Laut Charles Riolo, Sekretär der Gemeinde Montreux, verlangt das Gesetz über die Ausübung der politischen Rechte eine Ersatzwahl vor dem kommenden März. Mit grosser Wahrscheinlichkeit findet der Urnengang noch in diesem Jahr statt.

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SDA-ATS