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Ob Saõ Paolo oder St. Gallen, ob Megacity oder regionales Zentrum: Städte sind Orte, wo Menschen zusammenkommen und gleichzeitig fremd sind. Mit der Sonderausstellung "Nenn mich nicht Stadt" starten 15 Künstler in der Lokremise St. Gallen einen visuellen Diskurs zur Urbanisierung.

Der Titel der Ausstellung (17. August bis 10. November) ist dem grossformatigen Bild von Franz Ackermann entliehen, das den Besucherinnen und Besuchern der Kunstzone in der Lokremise als erstes ins Auge sticht.

In der Science Fiction-Arbeit in schreienden Farben erinnert zwar wenig an eine Stadt. Doch der in Berlin lebende Künstler sei ein beruflicher Tourist, der Städte wie Shanghai oder Bombay besuche und seine Eindrücke in Zeichnungen zusammenfüge, sagte Konrad Bitterli, Kurator der Ausstellung, am Freitag vor den Medien.

Schmelztiegel der Kulturen

Die Stadt als Begegnungsort von Menschen der verschiedensten Kulturen ist das Thema von Beat Streuli. Der Schweizer Künstler fotografiert seit vielen Jahren Passanten in den pulsierenden Metropolen - aus diskreter Distanz mit dem Teleobjektiv. So treten sie aus der Masse heraus, ohne blossgestellt zu werden. Die Fotos hat Streuli für die Lokremise zu einer monumentalen Wandarbeit zusammengefügt.

Auf einer Litfasssäule hat Gunter Reskis Werbebotschaften der andern Art angebracht. Was der Künstler damit sagen will, bleibt dem Betrachter überlassen. Auf einer seiner zu einer Collage verdichteten Arbeiten steht der Satz: "Die Fahrkarte zum Sinn gibts retour."

Bitterbös ist die Botschaft von Matthew Buckingham: "Wir errichten, zerstören und erneuern unsere Stadt im Zeichen unserer Wirtschaft, vertrauend auf Wachstum und Überschuss inmitten unerfüllter Bedürfnisse" steht auf einer Tafel, die eigentlich der Kopf einer Topfpflanze ist und neben einem echten Gummibaum steht.

Lokremise im Brennpunkt

Die Lokremise liegt selbst in einem Brennpunkt urbaner Expansion. Die baulichen Veränderungen im Quartier hinter dem Hauptbahnhof hat Katalin Deér fotografisch dokumentiert und vor Ort in Zement gegossen. Zu sehen sind Fotos von der Baustelle des kürzlich fertiggestellten Fachhochschul-Hochhauses oder von Abbruchliegenschaften, die einst als günstiger Wohnraum dienten.

Während der Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm, das sich mit den städtebaulichen Veränderungen in St. Gallen und andernorts beschäftigt. Stadtspaziergänge führen vor die Haustür der Lokremise und durchs Quartier hinter dem Bahnhof, das stark geprägt ist von der Urbanisierung.

www.lokremise.ch

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SDA-ATS