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London dementiert geplanten Einsatz von Helikoptern in Libyen

Grossbritannien hat nach Regierungsangaben noch keine Entscheidung über den möglichen Einsatz von Kampfhelikoptern in Libyen getroffen. Der britische Staatsminister im Verteidigungsministerium Nick Harvey widersprach damit Aussagen des französischen Verteidigungsministers.

Gerard Longuet hatte am Montagabend gesagt, sowohl Paris als auch London wollten sobald wie möglich Kampf gegen die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi einsetzen.

Harvey liess die Option offen, dass Grossbritannien in der Zukunft Helikopter einsetzen könnte, er betonte aber, dass man bisher nur die Möglichkeit erwogen habe. Man habe gegenüber den Franzosen auch nicht angedeutet, dass diesbezüglich bereits eine Entscheidung gefallen sei, sagte Harvey.

Verärgerte Briten

Verärgerte britische Abgeordnete hatten von Harvey eine Erklärung für die Aussagen Longuets verlangt und empört gefragt, warum sie von einer solchen Entscheidung aus dem französischen Aussenministerium erführen.

Die Nato hat am Dienstag die bisher grösste Offensive auf die libysche Hauptstadt Tripolis gestartet und binnen einer halben Stunde mehr als 20 Luftangriffe geflogen.

In rascher Folge waren Detonationen zu hören, beissender Rauch stieg über der Stadt auf, auch in der Nähe des Militärkomplexes Bab al Asisija, in dem sich eine Residenz von Machthaber Gaddafi befindet. Regierungssprecher Mussa Ibrahim sagte, mindestens drei Menschen seien getötet und Dutzende verletzt worden.

Bisher über 8000 Einsätze

Nato-Flugzeuge haben beim Einsatz über Libyen bisher mehr als 8000 Einsätze geflogen. Nach Mitteilung des Bündnisses vom Dienstag in Brüssel waren über 3000 davon Kampfeinsätze. Darunter werden bei der Nato Einsätze verstanden, bei denen Ziele identifiziert und angeflogen werden. Nicht in jedem Falle jedoch werde die Munition auch eingesetzt.

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