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Szene der Verhaftung am Donnerstag in London.

Keystone/AP Dev Howard/DEV HOWARD

(sda-ats)

In unmittelbarer Nähe des britischen Parlaments ist am Donnerstag ein Mann unter Terrorverdacht festgenommen worden. Der 27-Jährige habe mehrere Messer bei sich gehabt und werde verdächtigt, Terrorakte geplant zu haben, teilte Scotland Yard mit.

Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt. Der Verdacht gegen den festgenommenen 27-Jährigen laute auf "Ausübung, Vorbereitung und Anstiftung von Terrorakten", teilte die Londoner Polizei mit. Zudem werde er des "Besitzes von Angriffswaffen" verdächtigt. Es seien Messer sichergestellt worden.

Nähere Angaben zur Identität des Mannes machte die Polizei nicht. Er sei von bewaffneten Beamten gestellt und festgenommen worden. Der Verdächtige sei unter dem Anti-Terror-Gesetz in Gewahrsam genommen worden. Er stelle "keine unmittelbare Gefahr mehr" dar.

Der Vorfall ereignete sich in Sichtweite des britischen Parlaments nahe dem Eingang zur U-Bahn-Station Westminster. Beamte riegelten die Gegend ab, Polizisten in schusssicheren Westen patrouillierten.

Eine Strasse wurde vorübergehend gesperrt, mehrere Buslinien mussten umgeleitet werden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Beamte der Spurensicherung einen Rucksack und mehrere Messer untersuchten, die auf dem Boden auf einer Verkehrsinsel lagen.

Augenzeugen berichteten, dass der Mann mit Messern bewaffnet gewesen sei. Er habe "drei Messer auf dem Boden gesehen, ein grosses und zwei kleine", sagte ein Mann, der die Szene von seinem Arbeitsplatz in einem benachbarten Gebäude beobachtete.

Eine Touristin aus den USA berichtete: "Wir haben gesehen, wie die Polizei zu ihm stürmte. Dann lag er umrundet von Polizisten auf dem Boden. Sie haben ihn wieder aufgerichtet, und dann habe ich das Messer auf dem Boden gesehen."

Nahe Anschlagsort vom 22. März

Premierministerin Theresa May soll sich während des Vorfalls Medienberichten zufolge nicht im Regierungssitz 10 Downing Street aufgehalten haben. Die Festnahme fand nur wenige hundert Meter vom Regierungssitz und dem Parlament entfernt statt. Dort und auf einer nahegelegenen Brücke hatte der 52-jährige Khalid Masood am 22. März fünf Menschen getötet.

Der Attentäter hatte ein Auto absichtlich in Fussgänger auf der Brücke gelenkt und anschliessend einen Polizisten auf dem Gelände des Parlaments erstochen. Er wurde von Sicherheitskräften erschossen. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Parlament waren daraufhin verstärkt worden.

SDA-ATS

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