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Lonza will sich den US-Arzneikapselhersteller Capsugel einverleiben. Ob es zur Übernahme kommt, ist noch offen.

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

(sda-ats)

Der Basler Feinchemikalienhersteller und Pharmazulieferer Lonza wirbt um das US-Unternehmen Capsugel. Lonza bestätigte Medienberichte, wonach Lonza an dem Arzneikapselhersteller interessiert sei. Der Aktienkurs von Lonza tauchte darauf um rund 3 Prozent.

Lonza habe eine starkes Interesse an diesem erfolgreichen Unternehmen bekundet, schreibt der Basler Pharmazulieferer in einer Mitteilung vom Montag. Die Übernahme solle Lonzas Position als führender Zulieferer für eine Reihe wichtiger Gesundheitsmärkte stärken.

Das Unternehmen betonte aber, das Ergebnis der Diskussionen sei offen. Es stellte mehr Informationen in Aussicht, sollten sich signifikante Entwicklungen ergeben.

Möglicher Kaufpreis von 5 Milliarden Dollar

Medien hatten berichtet, die Gespräche zwischen Lonza und dem Capsugel-Eigentümer, dem amerikanischen Finanzinvestor KKR, könnten bereits Anfang dieser Woche zu einer Einigung führen. Als Kaufpreis seien mehr als fünf Milliarden Dollar im Gespräch, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters.

Lonza sei der führende Bieter, jedoch sei nicht klar, ob der Kaufpreis auch die Schuldenpositionen von Capsugel beinhalte oder nicht, hiess es weiter. Sowieso sei auch ein Scheitern der Verhandlungen noch möglich.

Capsugel stellt unter anderem kleine Kapseln her, in die medizinische Wirkstoffe eingefüllt werden können, die Patienten dann schlucken. Das Unternehmen ist in Morristown im US-Bundesstaat New Jersey ansässig. KKR hatte das Unternehmen im Jahr 2011 von Pfizer zu einem Preis von 2,4 Milliarden Dollar übernommen. Capsugel hatte bis vor zehn Jahren auch einen Sitz in Arlesheim BL.

Fusionswelle in Chemiebranche

Lonza war zuletzt auch hinter anderen Unternehmen her. So gab das Unternehmen im August den Kauf der US-Firma Interhealth für 300 Millionen Dollar bekannt.

Die Chemieindustrie ist derzeit im Übernahmefieber. Für die noch nicht abgeschlossene Übernahme des Basler Agrochemiekonzerns Syngenta will der chinesische Staatskonzern ChemChina umgerechnet 44,2 Milliarden Dollar auf den Tisch legen. Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer wiederum will für 66 Milliarden Dollar den amerikanischen Konkurrenten Monsanto kaufen.

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SDA-ATS