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Auch wenn die Luftverschmutzung zurückgegangen ist - nach wie vor verursacht sie hohe Folgekosten. Im Kanton Zürich waren es im Jahr 2010 882 Millionen Franken.

Wäre die Luftqualität in den vorangegangenen zehn Jahren nicht besser geworden, wäre es gar mehr als eine Milliarde gewesen. 75 Prozent der 882 Millionen machten Gesundheitskosten aus, 19 Prozent waren Gebäudeschäden. Der Rest waren beispielsweise Ernteausfälle oder Biodiversitätsverluste.

Dies geht aus der am Mittwoch erschienenen jüngsten Ausgabe der "Zürcher UmweltPraxis" (ZUP) der kantonalen Baudirektion hervor. Die Kosten 2010 liegen um 34 Millionen Franken höher als im Jahr 2000.

Dies dürfe aber nicht zum Schluss verleiten, die Anstrengungen für die Verbesserung der Luftqualität hätten sich nicht gelohnt, schreibt die Baudirektion.

Der Anstieg sei auf eine Zunahme der Bevölkerungszahl, der Gebäudeflächen und beispielsweise der Behandlungskosten im Gesundheitswesen zurückzuführen: Wäre nichts passiert, so lägen die Folgekosten der Luftverschmutzung noch um 146 Millionen höher.

Viele Junge und Rentner ohne Auto

Einen Beitrag gegen die Luftverschmutzung leisten beispielsweise jene Haushalte, die kein Auto besitzen. Laut ZUP ist dies kantonsweit etwa jeder vierte.

In der Stadt Zürich verzichtet fast jeder zweite Haushalt auf ein Auto, in Winterthur ist es etwa jeder Dritte. Vor allem junge Leute (Studierende) und Rentner haben kein Auto. Generell ist der Anteil autofreier Haushalte in der Stadt höher.

Laut ZUP schweizweit einzig in Basel und Bern besitzt eine Mehrheit der Haushalte kein Auto. In ländlichen Gegenden jedoch, wo die Wege länger und der öffentliche Verkehr weniger ausgebaut sind, gehört das Auto dazu: In Nidwalden etwa ist laut ZUP nicht einmal jeder zehnte Haushalt autofrei.

SDA-ATS