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Angelo Renzetti, dem allmächtigen Präsidenten des FC Lugano, bekommt die 1:4-Niederlage in Pilsen schlecht. Er muss im Spital behandelt werden und kann erst am Freitagabend aus Tschechien heimreisen.

Die neuerliche Niederlage in der Gruppenphase der Europa League bei Viktoria Pilsen setzte Renzetti offenbar schwer zu. Unmittelbar nach dem Match attackierte er am Tessiner Fernsehen verbal Trainer Pierluigi Tami und die beiden als TV-Experten anwesenden früheren Lugano-Spieler Dario Rota und René Morf. In wirren Worten warf er den beiden unter anderem vor, sie seien seinerzeit für den Konkurs des FC Lugano mitverantwortlich gewesen.

An seinem wichtigsten Angestellten Tami liess Renzetti kein gutes Haar. Er kritisierte lautstark Tamis taktische Dispositionen, beispielsweise die Rollen von Mattia Bottani und Fulvio Sulmoni in der Aufstellung. Nach der Tirade sagte Renzetti noch vor den Mikrofonen von RSI, er fühle sich nach diesem Spiel sehr schwach.

Am Freitagmorgen war Angelo Renzetti derart geschwächt, dass er sich in Pilsen in Spitalpflege bringen lassen musste. Er war offensichtliche nahe an einem Zusammenbruch. Aber er konnte sich danach so weit erholen, dass die Ärzte am späten Nachmittag in die Rückreise einwilligten.

Am Freitag meldete sich der übel kritisierte Trainer Tami zu Wort. Er sagte lapidar, die Spieler sollten sich um das Spielen kümmern, der Trainer um das Training und der Präsident um die Aufgaben des Präsidenten.

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SDA-ATS