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Dem FC Luzern gelingt gegen St. Gallen der erhoffte Befreiungsschlag. Mit dem 3:0-Heimsieg gegen die harmlosen St. Galler geben die Zentralschweizer die Rote Laterne an Lugano weiter.

Zweimal waren die Luzerner in der Super League zuletzt ohne Torerfolg geblieben. Nun benötigten sie nur 94 Sekunden, um ihren 263-minütigen Torbann zu brechen. Francisco Rodriguez verwertete in der Startphase einen Abpraller, den die St. Galler Innenverteidiger nach einer Hereingabe von Christian Schneuwly mit einer ungenügenden Rettungsaktion zuliessen. Shkelqim Demhasaj und Tomi Juric, die im veränderten 4-4-2-System den Doppelsturm bildeten, erzielten zwischen der 51. und der 54. Minute die weiteren Tore zum höchsten Luzerner Saisonsieg.

Das frühe 1:0 war der Anfang eines beschwingten Luzerner Auftritts, mit dem in dieser Form nach den durchzogenen letzten Wochen nicht gerechnet werden konnte. "Kompliment an die Mannschaft. Es gelang uns, den Ballast abzuwerfen", kommentierte Luzerns Trainer Markus Babbel, der nach zuvor neun Spielen ohne Sieg seit August etwas entspannter in die zweiwöchige Länderspielpause gehen kann.

Komplett zufrieden konnte Babbel mit dem Auftritt seiner Mannschaft indes nicht sein. Vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit gestanden seine Schützlinge dem Gegner einiges zu. Mitunter benötigte es in der 39. Minute eine Glanztat von Goalie Jonas Omlin gegen Roman Buess, um den Ausgleich zu verhindern. "Wir konnten froh sein, das 1:0 in die Pause gerettet zu haben. Wir wurden zwischenzeitlich unglaublich passiv", befand Babbel.

So profitierten die Luzerner bei ihrem Befreiungsschlag auch vom bescheidenen Niveau des Gegners, der sich bis zuletzt nur spärlich gegen die Niederlage stemmte und überdies mit einem Platzverweis nach einer knappen Stunde mithalf. Silvan Hefti sah nach einer Notbremse zu Recht die Rote Karte. Kam hinzu, dass Daniel Lopar beim dritten Treffer, einem Weitschuss von Juric, keine allzu gute Figur machte. Dies, nachdem er zuvor einen Foulpenalty von Juric pariert hatte, beim Nachschuss von Demhasaj aber machtlos gewesen war.

Telegramm:

Luzern - St. Gallen 3:0 (1:0)

9470 Zuschauer. - SR Klossner. - Tore: 2. Rodriguez 1:0. 51. Demhasaj 2:0. 54. Juric 3:0.

Luzern: Omlin; Grether, Alves, Ziegler, Sidler (73. Ugrinic); Rodriguez (84. Kusesa), Custodio (15. Kryeziu), Schulz, Schneuwly; Demhasaj, Juric.

St. Gallen: Lopar; Lüchinger, Haggui, Hefti, Gönitzer; Wiss; Aleksic, Kukuruzovic (46. Ben Khalifa), Tschernegg, Aratore (66. Musavu-King); Buess (82. Taipi).

Bemerkungen: Luzern ohne Lustenberger, Schwegler, Follonier, Arnold und Schindelholz (alle verletzt), St. Gallen ohne Toko, Wittwer und Adonis Ajeti (beide verletzt). 10. Schuss von Schneuwly streift Latte. 56. Rote Karte gegen Hefti (Notbremse). 51. Lopar pariert Foulpenalty von Juric (Demhasaj verwertet Abpraller). Verwarnungen: 38. Rodriguez (Foul). 45. Sidler (Foul). 68. Tschernegg (Foul). 88. Ben Khalifa (Foul).

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SDA-ATS