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Bei strahlendem Sonnenschein ist am Güdismontagnachmittag der Fasnachtsumzug der Wey-Zunft durch die Stadt Luzern gezogen. 38'000 Personen säumten den Strassenrand und genossen die aufwändig gestalteten Wagen, die monströsen Grinden (Masken) und die Guggenmusik.

Derselbe Umzug war bereits am Schmutzigen Donnerstag, an dem die Zunft zu Safran das Zepter führt, vom Luzernerhof über die Seebrücke in die Neustadt marschiert. Damals zog das Spektakel 25'000 Zuschauer an. Am Güdismontag 2010 hatten 36'000 Personen dem Umzug beigewohnt.

Begonnen hatte der Güdismontag um 5.30 Uhr mit der Tagwache. 4000 Fasnächtler, doppelt so viele wie vor einem Jahr, hiessen den Wey-Zunftmeister willkommen.

Trotz der grossen Menschenmengen in Luzerns Strassen und Gassen, stellte die Polizei keine nennenswerten Zwischenfälle oder Probleme fest. "Die Fasnächtler verhielten sich sehr gesittet", beschreibt die Polizei in einer Mitteilung die Tagwache.

Zwerge und Geister

Auch am diesjährigen Umzug herrschten bei den offiziellen drei Dutzend Nummern Themen aus der Phantasiewelt vor. Die Schteichocher bedienten sich etwa bei "Alice im Wunderland", die Chaoten bei "Schneewittchen".

Beliebt waren auch dämonische Sujets. Furchteinflössend gebärdeten sich die Mitglieder der Rasselbandi, die als düstere vergessene Seelen mitmarschierten, oder die Bärg-Wörze mit ihren Totenschädel-Grinden. Urchig war der Auftritt der Wildmannen und Moorgeister der Karnöffelzunft aus Willisau LU.

Griechenland - ein Fass ohne Boden

Dominierendes politisches Thema war die Euro-Krise. Die Maskenliebhaber traten als Wein trinkende und Euro-Noten druckende Griechen auf. Die Rotsee-Husaren führten ein trojanisches Pferd in der Gestalt eines Fasses ohne Boden mit. Die Nölli Grötze trugen unter dem Motto "Euros Pleitos" die Einheitswährung zu Grabe.

Auch einzelne lokale Sujets wurde von den Gruppen aufgenommen. Die Maskenfreunde stellten das neue, angeblich komplizierte Luzerner ÖV-Tarifsystem als Dschungel dar. Es sei einfacher, nach Rio als ans Luzerner Lido zu fahren, behaupteten sie.

Die Fasnacht ging mit dem Wey-Umzug noch nicht zu Ende. Die "schönsten Tage" dauern in Luzerns Gassen noch bis in die frühen Stunden des Aschermittwochs. Ein Höhepunkt wird dabei der Monschter-Korso am Dienstagabend sein.

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SDA-ATS