Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Kunststudentinnen Mahtola Wittmer und Klarissa Flückiger müssen das Mischpult vorzeitig aus dem Turm der Luzerner Peterskapelle räumen. Weil der Handyton Anwohner nervte, wird das Kunstprojekt "Zeitzeichen" abgebrochen.

KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

(sda-ats)

Der Handyklingelton, der seit Montag vom Turm der Luzerner Peterskapelle erschallt, wird vorzeitig stumm geschaltet. Weil Anwohner negativ auf das Klingeln reagiert haben, wird das Kunstprojekt "Zeitzeichen" schon am 21. Juli statt wie geplant am 30. Juli beendet.

Für einige Nachbarn aus der Altstadt sei die zehnmalige Unterbrechung des Alltags durch den Klingelton vom Kirchturm zu viel, teilte die Katholische Kirche der Stadt Luzern am Freitag mit. Man nehme das Ruhebedürfnis ernst. Die Nachbarn der Kirche seien derzeit auch dem Lärm von Baustellen ausgesetzt.

Die Stadt Luzern hatte für das tönenden Kunstprojekt eine Bewilligung erteilt. Andreas Rosar von der Katholischen Kirche sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die Beschränkung auf eine Woche sei ein Kompromiss.

Die Luzerner Kunststudentin Klarissa Flückiger, die zusammen mit ihrer Kollegin Mahtola Wittmer das Kunstprojekt ausgearbeitet hatte, zeigte sich auf Anfrage nicht glücklich über den Abbruch. Allerdings wollten sie auch nicht Leute verärgern.

Aus Entlebuch und bis nach London

Immerhin habe es ein paar Tage geklappt, sagte Flückiger. Das Kunstprojekt sei gut angekommen, und sie und ihre Kollegin hätten vor Ort sehr schöne Reaktionen erlebt. So sei eine Familie aus dem Entlebuch extra nach Luzern gereist, weil ihr Sohn den Handyton vom Kirchturm hören wollte.

Das Kunstprojekt "Zeitzeichen" war am Montagmittag gestartet worden. Statt dem gewohnten Glockenschlag im Viertelstundentakt tönt vom Kirchturm in unregelmässigen Abständen und Längen ein weltbekannter Standard-Handy-Klingelton. Ausgelöst wird das Klingeln von den beiden Kunststudentinnen.

"Zeitzeichen" hatte ein grosses mediales Echo hervorgerufen. Nach Angaben der Katholischen Kirche berichteten nicht nur Medien aus der Schweiz, sondern auch aus Deutschland sowie die BBC London über das seltsame Geläut in Luzern.

Die Peterskapelle in der Luzerner Altstadt ist die älteste Kirche Luzerns. Wie alt die mehrmals veränderte Kirche unmittelbar neben der Kapllebrücke ist, ist unbekannt. Erstmals erwähnt worden war sie 1178. Das Gotteshaus wird zur Zeit renoviert. Die Kirche hatte die Bauarbeiten von Kunstprojekten begleiten lassen, von denen "Zeitzeichen" das letzte ist.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










Umfrage zu SWI swissinfo.ch

Online-Umfrage ausfüllen: Tastatur und eintippen close-up

Liebe Auslandschweizer, sagen Sie uns Ihre Meinung.

Meinungsumfrage

SDA-ATS