Navigation

Machtkammpf zwischen Mondaine-Gruppe und Migros

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 18:33 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Mit der M-Watch reagierte die Migros in den 80er-Jahren auf den Erfolg von Swatch. Nun verkauft sie die M-Watch nicht mehr, nachdem die Geschäftsbeziehung zwischen dem Grossverteiler und der Mondaine-Gruppe, welche die Uhr produziert, in die Brüche gegangen ist.
Hintergrund dafür ist ein Streit um die Marke M-Watch. Wie die Mondaine-Gruppe mitteilte, habe die Migros hinter ihrem Rücken versucht, die Markenrechte für sich geltend zu machen. Dabei sei M-Watch im Eidgenössischen Markenregister schon immer als Handelsmarke von Mondaine eingetragen gewesen.
Ronnie Bernheim, der strategische Leiter der Mondaine-Gruppe, bezeichnete das Vorgehen der Migros als "Dolchstoss" gegen sein Unternehmen.
Die Migros dagegen sieht die Angelegenheit gerade umgekehrt: Sie stellt sich in einer Mitteilung auf den Standpunkt, die Marke M-Watch gehöre ihr. Die ersten M-Watch-Modelle seien mit dem typischen Migros-M beschriftet gewesen.
Neben dem Streit um die Marke hat die Migros nach Darstellung von Mondaine aber auch versucht, immer härtere Lieferbedingungen und tiefere Preise durchzusetzen. Der Grossverteiler selbst spricht davon, dass die Lieferbeziehung im Lauf der letzten Jahre äusserst schwierig geworden sei.
Es sei unmöglich geworden, mit den M-Watch-Uhren einen ausreichenden Ertrag zu erzielen, so die Migros. Deshalb habe man sich gezwungen gesehen, "im Interesse der Kunden die langjährige Zusammenarbeit mit Mondaine aufzulösen". Sie will die M-Watch-Uhren gemäss Mitteilung inskünftig von einem anderen Lieferanten beziehen und diese günstiger als bisher anbieten.
Wem die Rechte an M-Watch tatsächlich gehören, muss nun ein Gericht klären. Die Migros hat mit einer Klage die Markenrechte eingefordert, das Gerichtsverfahren dazu läuft, wie beide Streitparteien übereinstimmend berichten.
Für Mondaine ist das Verhalten der Migros nichts anderes als ein "Machtkampf". Und weil der Uhrenhersteller nicht bereits war, sich der Macht des Grossverteilers zu beugen, will er die M-Watch zukünftig über andere Kanäle verkaufen.
Bis neue Vertriebsverträge mit dem Detailhandel abgeschlossen seien, würden die M-Watch-Uhren nun übers Internet angeboten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?