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Der Schauspieler Stefan Lisewski ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren am Freitag in Berlin, wie das Berliner Ensemble am Samstag mitteilte. Mehr als 500 Mal verkörperte Lisewski den Mackie Messer in der "Dreigroschenoper". Er stand bis zuletzt auf der Bühne.

Lisewski wirkte auch in anderen Brecht-Stücken wie "Mutter Courage", "Die Gewehre der Frau Carrar", "Die Mutter", "Puntila" oder im "Kaukasischen Kreidekreis" mit.

Lisewski, geboren 1933 in Tczew (Polen), habe bis zuletzt in Bertolt Brechts "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" als Dogsborough auf der Bühne gestanden, wie eine Sprecherin des Ensembles der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Rolle spielte er 1996 auch in der TV-Verfilmung des Stücks.

Sein Handwerk hatte Lisewski an der Staatlichen Schauspielschule Berlin-Schöneweide gelernt. Er spielte noch zusammen mit Helene Weigel und Ernst Busch. Es war eine "tolle Zeit", hatte er der Deutschen Presse-Agentur zu seinem 70. Geburtstag gesagt. Dank der vielen Auslandsgastspiele habe er, noch bevor die Mauer fiel, die "ganze Welt gesehen".

Der bärtige Schauspieler mit dem weissen Haar stand auch vor der Kamera: unter anderem in der Defa-Verfilmung "Die Leiden des jungen Werthers" und in einigen "Polizeiruf 110"-Krimis.

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SDA-ATS