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Frankreichs Präsident Macron und die deutsche Kanzlerin Merkel legten einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs nieder.

KEYSTONE/AP REUTERS/PHILIPPE WOJAZER

(sda-ats)

Der französische Präsident Emmanuel Macron und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sind am Samstag in der Nähe von Compiègne zusammengekommen, um gemeinsam des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren zu gedenken.

Nahe der nordfranzösischen Stadt wurde am 11. November 1918 auf einer Waldlichtung der Waffenstillstand in einem umgebauten Speisewagen unterschrieben.

Merkel und Macron besuchten ein Museum mit einem nachgebauten Waggon. Vor dem Museum auf der Lichtung enthüllten sie eine neue Gedenktafel. Bisher lag hier eine Platte mit der französischen Inschrift: "Hier unterlag am 11. November 1918 der verbrecherische Hochmut des Deutschen Reiches, besiegt von den freien Völkern, die zu unterjochen es beansprucht hatte."

Nach dem deutschen Einmarsch in Frankreich 1940 liess Adolf Hitler denselben Waggon auf die Lichtung schaffen und diktierte den Franzosen dort persönlich die Kapitulation. Aus Macrons Umfeld hiess es, der "Ort der Revanche" werde durch den gemeinsamen Besuch mit Merkel zum Ort der "allerletzten Versöhnung" zwischen beiden Ländern.

Für das Wochenende hat Macron insgesamt rund 70 Staats- und Regierungschefs nach Paris eingeladen, darunter auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan.

Der Erste Weltkrieg gilt manchen Historikern als "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts. Fast 9 Millionen Soldaten und mehr als 6 Millionen Zivilisten starben. Die Kaiserreiche Österreich-Ungarn, Deutschland und Russland brachen zusammen. Aus den Trümmern ging eine Vielzahl neuer Nationen in Mitteleuropa und auf dem Balkan hervor. Und auch Machtzentren verschoben sich danach allmählich, etwa von Grossbritannien zu den USA.

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