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Der Zürcher Medikamentenhersteller Nycomed wird Teil des japanischen Pharmagiganten Takeda. Nach einer Woche voller Spekulationen hat Takeda am Donnerstag bekannt gegeben, 9,6 Mrd. Euro für die 12'500 Mitarbeiter zählende Firma bezahlen zu wollen.

Dem japanische Milliardenkonzern eröffnen sich dank Nycomed neue Marktanteile in den aufstrebenden Volkswirtschaften. Nycomed ist stark in Russland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion sowie Brasilien präsent. Die Mitarbeiter sind weltweit verstreut, der Firmensitz ist in Zürich.

Nycomeds Verkaufsschlager ist das Magenmittel Pantoprazol. Dessen Patentschutz lief allerdings 2009 in mehreren europäischen Ländern aus, was die Verkäufe beeinträchtigte. Umso wichtiger sind für Nycomed die Wachstumserfolge in den Schwellenländern. Takeda ist stark in Japan und den USA.

Übernahme ohne US-Geschäft

Interessiert sind die Japaner auch an der Lizenz für den Umsatztreiber Daxas, einem Mittel gegen Atemwegbeschwerden. Was Takeda nicht kauft, ist das US-Dermatologiegeschäft von Nycomed. Dieses behalten die derzeitigen Nycomed-Eigentümer. Nycomed gehört zur Mehrheit vier Beteiligungsgesellschaften.

In den USA wird so der Name Nycomed weiterexistieren. Ob Takeda den Namen auch für seine künftige Tochter beibehält, ist noch nicht entschieden. "Nycomed ist aber eine starke Marke", sagte ein Sprecher des Unternehmens der Nachrichtenagentur SDA.

Tagelange Spekulationen

Mit Takeda kommt Nycomed unter das Dach eines globalen Riesen, der im vergangenen Jahr umgerechnet 15,5 Mrd. Fr. Umsatz und 2,7 Mrd. Fr. Gewinn erwirtschaftet hat. Nycomed hatte zuletzt einen Jahresumsatz von 3,17 Mrd. Euro. Das vergangene Jahr schloss das Zürcher Unternehmen indes operativ wegen Investitionskosten mit roten Zahlen ab.

Takeda stemmt einen Teil der Übernahme mit Krediten, wie weiter bekannt gegeben wurde. Im Kaufpreis von zu aktuellem Kurs umgerechnet knapp 12,5 Mrd. Franken, den Takeda den Nycomed-Eigentümern bezahlt, sind die Nettoschulden des Unternehmens enthalten. Die Übernahme war erwartet worden und sorgte seit der vergangenen Woche für Spekulationen.

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SDA-ATS