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Die Forschungskollaboration BASE am CERN berichten von der bisher präzisesten Messung des magnetischen Verhaltens eines Antiprotons. Stefan Ulmer, Sprecher der Kollaboration, justiert die Messgeräte.

Maximien Brice/CERN

(sda-ats)

Wissenschaftler des Forschungszentrums CERN haben das magnetische Moment eines Antiprotons genauer gemessen als je zuvor. Damit versuchen sie, dem Rätsel des Ungleichgewichts zwischen Materie und Antimaterie im Universum auf die Spur zu kommen.

Warum besteht das Universum grösstenteils aus Materie? Diesem Rätsel versuchen Teilchenphysiker seit langem auf die Schliche zu kommen. Denn dieses Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie widerspricht dem Standardmodell der Teilchenphysik, auf dem quasi das ganze Theoriegebäude der Physik beruht.

Teilchenphysiker suchen daher nach Unterschieden zwischen Materie und Antimaterie, die dieses Ungleichgewicht erklären könnten. Ein Experiment am CERN in Genf liefert nun genauere Daten denn je über das magnetische Moment eines Antiprotons, wie das Forschungsinstitut am Mittwoch mitteilte. Die Messgenauigkeit überträfe die zuvor genaueste Messung - ebenfalls am CERN durchgeführt - um das Sechsfache.

Wie die Wissenschaftler im Fachblatt "Nature Communications" berichten, ist das magnetische Moment des Antiprotons - zumindest im Bereich der Messgenauigkeit - identisch zu dem des Protons. Nur das Vorzeichen ist verschieden, wie das CERN schrieb.

Unterschiede zwischen Materie- und Antimaterieteilchen würden das Standardmodell der Teilchenphysik in Frage stellen und Hinweise auf eine neue Physik liefern. Da sich solche Unterschiede im Bereich der experimentellen Ungenauigkeit verbergen könnten, arbeiten Forschende daran, die Messgenauigkeit immer weiter zu verbessern. Die neuen Ergebnisse bestätigen erneut das Standardmodell der Teilchenphysik, sind aber bei weitem noch nicht das Ende der Suche nach einer neuen Physik.

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SDA-ATS